CDU: Industrie- und Gewerbepark im Kreis

Hoffeld und Wagner: „Wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten analysieren“

MERZIG-WADERN Als großen Erfolg für das gesamte Saarland sieht die CDU im Kreisverband Merzig-Wadern die geplante Ansiedlung des Batterieherstellers „SVolt“.

Das chinesische Automotive-Unternehmen wird in Überherrn und Heusweiler zwei Werke bauen und somit für rund 2000 neue Arbeitsplätze sorgen. „,SVolt‘ vom Standort Saarland zu überzeugen ist eine großartige Leistung der saarländischen Landesregierung“, sagt Frank Wagner, CDU-Abgeordneter des saarländischen Landtages. „Die Ansiedlung dieses Unternehmens ist ein wichtiges Signal für das ganze Saarland und somit auch für unseren Landkreis Merzig-Wadern. Von diesen neuen Arbeitsplätzen werden sicherlich auch zahlreiche Fachkräfte aus dem ,Grünen Kreis‘ profitieren, möglicherweise auch Zuliefererbetriebe.“

Entwicklungsmöglichkeiten des Landkreises analysieren

Für die CDU Merzig-Wadern ist die Zukunftsentscheidung eines solchen Industriebetriebes ein aktueller Anlass, um die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten des eigenen Landkreises Merzig-Wadern zu analysieren und auch Visionen zu entwickeln.

„Bei der Ansiedlung von solch großen Unternehmen muss alles passen: Neben der Bereitschaft des Unternehmens sich in der Region anzusiedeln, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu zählen unter anderem gute Verkehrsanbindungen und das Vorhalten von entsprechend großen Gewerbe- bzw. Industrieflächen“, sagt Marcus Hoffeld, Bürgermeister der Kreisstadt Merzig und Kreisvorsitzender der CDU Merzig-Wadern.

Marcus Hoffeld und Frank Wagner sehen durch die Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg gute Voraussetzungen, um Unternehmen von Ansiedlungen im Landkreis zu überzeugen.

„Ich kann nur für die Kreisstadt Merzig sprechen: An Nachfrage von Unternehmen sich bei uns ansiedeln zu können, mangelt es nicht. Allerdings haben wir derzeit nur wenige freie Flächen, die wir anbieten können“, berichtet Marcus Hoffeld weiter. Er verweist beispielhaft darauf, dass die Kreisstadt Merzig nach über 20 Jahren wieder ein neues Gewerbegebiet geschaffen hat, für das es deutlich mehr Anfragen gab als Flächen zur Verfügung standen. Mit mehr verfügbarer Fläche könnten noch mehr Unternehmen angesiedelt werden.

„Die besondere Herausforderung besteht auch darin, dass es sich bei solch herausragenden Ansiedlungen wie ,SVolt‘ um ein sehr großes zusammenhängendes Grundstück handeln muss. Des Weiteren muss dieses vor allem verkehrstechnisch sehr gut angebunden sein“, so Frank Wagner weiter.

Für die CDU Merzig-Wadern steht zweifelsfrei fest, dass es sich bei der Ansiedlung des Batterieherstellers im Saarland um einen riesigen wirtschaftlichen Erfolg handelt, der keine Selbstverständlichkeit ist und nur dann zustande kommt, wenn alle Puzzleteile zusammen passen, insbesondere in den Bereichen der Grundstücksgröße und des Grundstückszuschnitts.

Ein Grundstück dieser Größe und Lage gibt es im Landkreis Merzig-Wadern aktuell nicht. Daher hätte sich alleine wegen fehlender Flächen „SVolt“ derzeit nicht im Kreis ansiedeln können. Nun gilt es aber, sich nach vorne zu orientieren.

„Perspektivisch sollten wir in der Lage sein, dass auch unser Landkreis bei saarländischen Neuansiedlungen dieser Größenordnung mit im Rennen sein kann. Unseren logistischen Standortvorteil sollten wir ausnutzen können“, ergänzen die beiden Vertreter der CDU Merzig-Wadern.

„Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir im gesamten Landkreis parteiübergreifend und unter Einbeziehung aller Städte und Gemeinden zusammenarbeiten“, sagt Bürgermeister Marcus Hoffeld weiter. „Wir werden als CDU Merzig-Wadern daher zu Beginn des Jahres 2021 die Initiative ergreifen und die Landrätin sowie meine Bürgermeisterkollegen, die Wirtschaftsförderer aus Kreis und Kommunen sowie Vertreter aus Kreis- und Landtag zu einer Strategie-Runde einladen. Parteiübergreifend soll besprochen werden, ob und wie wir in unserem Landkreis einen großen Gewerbe- bzw. Industriepark entwickeln können.“

Wichtig ist dem CDU-Kreisverband dabei, dass über Parteigrenzen hinweg alle an einem Strang ziehen. „Um ein solch ambitioniertes Vorhaben anzugehen ist es wichtig, dass wir alle gemeinsam im Sinne der Menschen unseres Landkreises handeln“, erläutert Frank Wagner. „Daher werden wir zu einer parteiübergreifenden Strategierunde einladen, damit von Beginn an alle mitgenommen werden können.“

Auf diesem Weg sind viele Hürden zu nehmen

Die CDU-Vertreter sind sich bewusst, dass auf dem Weg zu einem großen Gewerbe- bzw. Industriegebiet viele Hürden zu nehmen sind und auch nicht versprochen werden kann, ob das Vorhaben, im Landkreis Merzig-Wadern einen großen Gewerbe- bzw. Industriepark zu entwickeln, gelingen wird. Unter anderem werden zahlreiche Untersuchungen durchzuführen und etliche Nachweise zu erbringen sein, insbesondere in den Bereichen Umwelt und Natur.

„Ich weiß, dass die Realisierung eines solchen Vorhabens kein leichter Weg ist“, so der CDU-Kreisvorsitzende Marcus Hoffeld abschließend. „Aber nur wenn wir jetzt beginnen und uns gemeinsam auf diesen herausfordernden Weg begeben, werden wir überhaupt eine Chance haben, ein Unternehmen in der Größenordnung von ,SVolt‘ in unserem Landkreis anzusiedeln.“red./ti

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