„Buridans Esel“

Winfried Anslinger lädt zum Philosophencafé

HOMBURG Winfried Anslinger lädt für Sonntag, 19. Januar, wieder zum Philosophencafé zwischen 11 und 13 Uhr im Siebenpfeifferhaus (Kirchenstraße 8).

Buridans Esel steht zwischen zwei gleich großen Heuhaufen, die gleich weit entfernt sind. Da er sich nicht entscheiden kann, wo er anfangen soll mit Fressen, verhungert er mitten im Überfluss.

Es gibt das Problem auch komplizierter: Jemand steht an einer Weiche. Ein außer Kontrolle geratener Zug rast auf ihn zu. Am Streckenabschnitt hinter der Weiche arbeiten fünf Personen. Der Zug droht die fünf Arbeiter zu erfassen. Er könnte die Weiche in letzter Sekunde umstellen. Dann fährt der Zug aufs andere Geleis. Dort arbeitet aber auch eine Person. Stellt er die Weiche um, tötet er den einen, rettet aber die fünf.

Was soll er tun? Sind fünf Personen mehr wert als eine? Ist es richtig, den einen aktiv töten, um die fünf zu retten? Oder soll er nichts tun und den Tod der fünf in Kauf nehmen? Ein klassisches Dilemma. Wenn man sich zwischen zwei gleichermaßen inakzeptablen Alternativen entscheiden muss, kann man nichts richtig machen. Oder gibt es doch ethische Wegweiser, die dann helfen können? red./jj

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