Bonn war eine Reise wert

Mitglieder des Kirchenchors Lebach waren zu Gast in der alten Bundeshauptstadt

LEBACH Bonn war eine Reise wert, so die einhellige Meinung der Chormitglieder am Jahresausflug. Froh gelaunt und bei bestem Reisewetter ging es früh am Samstag auf die Reise nach Bonn, die auf der Raststätte Brohltal zu einer Frühstückspause unterbrochen wurde. Danach ging es zügig weiter und so erreichten die Lebacher Kirchenchor-Mitglieder kurz nach 10 Uhr ihr erstes Ziel, das „Haus der Geschichte“. Hier waren sie zu einer Führung angemeldet und in zwei Gruppen aufgeteilt wurden sie sachkundig durchs Museum geführt.

Die Geschichte der Bundesrepublik bis heute

Im Museum ist die Geschichte der Bundesrepublik von 1945 bis heute anschaulich und mit vielen Exponaten versehen dargestellt. Leider rechte die Zeit nicht aus, alles ausführlich in Augenschein zu nehmen und die Hinweistexte zu studieren. Aber die Teilnehmer bekamen einen Überblick über diese längst vergangene und doch so nahe Zeit.

Mittlerweile war es Zeit für die Mittagspause, die nun jeder selbst gestalten konnte. Lokalitäten waren genügend vorhanden und auf dem Münsterplatz konnte man neben dem Beethoven-Denkmal wunderbar im Freien verweilen.

Um 14 Uhr begann die Stadtführung. Wieder in zwei Gruppen aufgeteilt, erfuhren die Gäste aus Lebach alles Wissenswerte über die ehemalige Hauptstadt. Leider war das Münster und Beethovens Geburtshaus nicht zugänglich. Beide sind wegen Renovierung geschlossen. Das Beethoven-Haus öffnet wieder im nächsten Jahr zum 250. Geburtstag des großen Komponisten.

Aber Bonn hat eine reiche Geschichte und viele schöne Plätze zu bieten, die an diesem sommerlichen Tag sehr gut besucht waren, überall hörte man Musik. Nach diesem sehr informativen Rundgang suchten sie ihr Hotel in unmittelbarer Nähe zum Beethoven-Haus auf. Neben dem Geburtshaus Beethovens ist auch das „Gasthaus im Stiefel“, wo alle zum gemeinsamen Abendessen angemeldet waren. In diesem urigen Lokal verbrachten sie nun bei gutem Essen und Trinken den Abend.

Normalerweise gestalten die Lebacher bei ihren Ausflügen immer eine Messe mit. Doch es fand sich keine Pfarrei, deren Gottesdienste in das Zeitschema passten.

Der Sonntag begann nach dem guten Frühstück mit einem kleinen Spaziergang zur Anlegestelle am Rhein. Hier wartete schon ein Rheindampfer der KD-Reederei, der die Fahrtteilnehmer in knapp einer Stunde nach Königswinter brachte. Königswinter ist ja bekannt für den Drachenfels und das Hotel auf dem Peterberg, dem ehemaligen Gästehaus der Bonner Republik.

Alle genossen bei herrlichem Sonnenschein die Fahrt auf dem Rhein, die Sonnenanbeter ganz oben im Freien, die anderen etwas geschützt unter Deck. In Königswinter angekommen wartete Fahrer Oliver schon mit dem Bus und brachte alle zur Talstation der Drachenfelsbahn.

Diese Zahnradbahn wurde 1883 eröffnet und bringt die Touristen seitdem auf den 289 Meter hohen Drachenfels. Oben ist die Aus- und Fernsicht grandios. Hier hatten alle über eine Stunde Aufenthalt. Gegen den kleinen Hunger gab es auch für jeden Geschmack etwas und so verging die Zeit wieder recht schnell.

Der letzte Programmpunkt des Ausfluges galt dem anderen berühmten Bonner neben Beethoven, Konrad Adenauer. Um 15 Uhr waren die Lebacher im Konrad-Adenauer-Haus angemeldet. Zuerst besuchten sie das Museum unterhalb des Hauses, wo alles Wissenswerte über den ersten Bundeskanzler dargestellt ist. Danach stand die Besichtigung des Wohnhauses an. Über viele Treppenstufen führte der Weg den Hang hinauf in das Haus, in dem er bis zu seinem Tode lebte. Alles ist noch im Original vorhanden, sogar die Boccia-Bahn.

Ein gebürtiger Saarländer führte durch die Wohnräume und gab bereitwillig Auskunft zu den vielen Fragen. Auf dem Weg zum Bus besuchten alle noch die Heimatkirche von Adenauer und sangen zwei Lieder. Nun führte der Weg zügig in die Heimat. In einem Lokal in Nonnweiler wurde der Abschluss gemacht.

Ein abwechslungsreicher und interessanter Ausflug

Fazit: Es war ein abwechslungsreicher und interessanter Ausflug, bei dem unser geschichtlicher Horizont wieder aufgefrischt wurde. Auf ein Neues im nächsten Jahr.

Vorschau: Die „Grüne Woche“ steht vor der Tür und so werden alle am Maria-Geburts-Markt wieder vor der Levebank präsent sein. Wie jedes Jahr werden „Gefillde“ und „Debbelappes“ angeboten.red./ti

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