blau entscheidet sich gegen Freibad-Öffnung

Fokus liegt auf geplanten Baumaßnahmen am Frei- und Hallenbad

ST. INGBERT In ihrer aktuellen Aufsichtsratssitzung hat sich die Bäderbesitzgesellschaft St. Ingbert, die die Wasserwelt „das blau“ mit Hallen- und Freibad betreibt, angesichts der Pandemiesituation gegen eine Öffnung des Freibads im Sommer entschieden.

Ausschlaggebend sind vor allem Bedenken, ob die notwendige Sicherheit von Badegästen und Mitarbeitern im Freibadbetrieb garantiert werden kann. Die Zeit wird man stattdessen nutzen, um die geplanten Baumaßnahmen am Frei- und Hallenbad früher zu beginnen und abzuschließen. Hubert Wagner, Geschäftsführer der Bäderbesitzgesellschaft St. Ingbert, betont, dass den Verantwortlichen die Entscheidung nicht leicht gefallen sei: „Uns ist klar geworden, dass eine Freibadsaison, wie sie unsere Besucher bisher kannten, unter den aktuellen Umständen nicht möglich wäre. Die Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen ist gerade bei jüngeren Badegästen schwer zu gewährleisten, es wäre eine sehr große Disziplin im Schwimmbecken und auf den Liegewiesen erforderlich. Die Sicherheit und der Gesundheitsschutz unserer Besucher und Mitarbeiter haben für uns aber höchste Priorität, so dass wir hier keine Zugeständnisse machen können. Wir haben uns daher entschieden, stattdessen die geplanten Baumaßnahmen am Frei- und Hallenbad um mehrere Monate vorzuziehen, um unseren Gästen im Mai 2021 ein neu gestaltetes Freibad zu präsentieren.“

Konkret bedeutet das, dass die Baumaßnahmen im Freibad mit der Erneuerung des Sanitär- und Umkleidebereichs sowie des Eingangsbereichs bereits Mitte Juni statt wie ursprünglich geplant erst Mitte August starten sollen. Gerade lärm- und staubintensive Abbrucharbeiten könnten so in der Stillstandphase ohne Besucherbetrieb vorgenommen werden. Im Hallenbadbereich will man den Start der bis 2022 geplanten Baumaßnahmen, bei denen ein Lehrschwimmbecken, ein neues Kinderplanschbecken sowie eine zusätzliche Rutsche entstehen werden, um fast drei Monate vorziehen. Während dieser Arbeiten wäre ein Badebetrieb im Hallenbad mit gewissen Einschränkungen durch Lärm möglich. Es bleibt also die Hoffnung auf eine Wiederöffnung des Hallenbads in absehbarer Zeit. Ein entsprechendes Hygiene- und Sicherheitskonzept wurde intern schon erarbeitet, es sieht u.a. maximal 186 Besucher gleichzeitig vor.

Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus im Saarland hat das saarländische Gesundheitsministerium am 14. März die Schließung von Schwimmbädern angeordnet. Der Saarländische Städte- und Gemeindetag fordert von der Landesregierung einheitlich gültige Rahmenregelungen, auf deren Grundlage die Kommunen und Bäderbetreiber ihre Infektionsschutz- und Zugangskonzepte entwickeln können. Von Saarländischem Schwimmbund und DLRG liegt ein Konzept für die schrittweise Öffnung vor. Die Landesregierung hat nun für Ende der Woche eine neue Corona-Verordnung für die Bäder angekündigt. red./jj

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