Biomasseproduktion mit neuer Pflanzenart

Durchwachsene Silphie blüht im Landkreis St. Wendel

An mehreren Standorten im Landkreis St. Wendel kann die gelb blühende Durchwachsene Silphie schon von weitem gesichtet werden. Nach der Aussaat Ende April 2017 blüht die Pflanze in diesem Jahr erstmals weithin sichtbar.

„Sie hat den ersten Winter gut überstanden und sich erfolgreich auf den Flächen etabliert. Für einen besseren Überblick über die Bestände laden an den Feldern aufgestellte Hochsitze ein, das Blütenmeer zu bestaunen und die Insekten beim Besuch der Blüten zu beobachten“, sagt Michael Welter, Klimaschutzmanager des Landkreises St. Wendel.

Die Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum) ist eine aus Nordamerika stammende Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist eine ausdauernde und mehrjährige Pflanze, die sich in den letzten Jahren aufgrund ihrer großen Biomasseproduktion zu einer Alternative zum Mais als Energiepflanze entwickelt.

Welter: „Wir haben uns intensiv mit der Pflanze beschäftigt. Biogasanlagenbetreiber, Landwirte, Imker und Jäger waren an einem Test unter Praxisbedingungen in unserer Region sehr interessiert.“ Daher habe 2017 der Verein Zukunfts-Energie-Netzwerk St. Wendeler Land mit Mitteln des Bundesmodellvorhabens „Land(auf)Schwung“ ein Projekt zum großflächigen Test im Landkreis St. Wendel gestartet. Auf insgesamt 45 Hektar wurde die Silphie mithilfe eines neuen Anbauverfahrens ausgesät. Welter: „Im kommenden September wird zum ersten Mal geerntet. Die Pflanze wird im Boden überdauern und im Frühjahr wieder wachsen. Das gesamte Jahr über – ein weiterer Vorteil der Silphie – schützt sie den Boden zudem vor Erosion!“

Mehr Informationen zur Pflanze und zum Projekt gibt es online: www.null-emission-wnd.de/silphie. red./hr

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