Bindeglied zwischen Konvent und Außenwelt

Neue „Stiftung Abtei Tholey“ soll die Mönche der Benediktinerabtei entlasten

THOLEY Die neu gegründete „Stiftung Abtei Tholey“ hat zum 2. Juni ihre Arbeit aufgenommen. Die Stiftung verantwortet die touristische Erschließung der Klosteranlage in Tholey, die seit 2008 von Grund auf saniert und renoviert wird. Die Anlage soll im September wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Stiftung in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist eine Tochter des Benediktinerabtei Tholey. Zum Gründungsgeschäftsführer wurde Dr. Thorsten Klein bestellt.

Tourismus und Finanzen

„Die Stiftung Abtei Tholey soll der Benediktinerabtei Tholey dienen, das Bindeglied zwischen Konvent und Öffentlichkeit sein und sowohl die touristische Erschließung als auch die dazugehörigen kommerziellen Themen verantworten“, sagt Abt Mauritius Choriol OSB als Vertreter des Gesellschafters. Die elf Mönche, die derzeit dem Konvent angehören, sollen sich dadurch weiter auf ihr monastisches Leben konzentrieren können.

Die komplette Renovierung und Sanierung der Anlage in Kombination mit Fenstern von Gerhard Richter, dem bedeutendsten lebenden Künstler der Welt, geben der Abtei Tholey neue Aufmerksamkeit und die Chance, wieder mehr Menschen zum Glauben zu bringen.

„Die Stiftung entlastet den Konvent und verantwortet die allumfassende touristische Erschließung des Benediktinerklosters“, so der Geschäftsführer. Zur Aufgabe der Stiftung zählen demnach die Entwicklung der Marke „Abtei Tholey“, der Bau eines Besucherzentrums, der Aufbau des Rundgangs auf der Klosteranlage sowie in der Kirche, das Merchandising, Marketing und die Personalisierung.

Touristischer Höhepunkt

„Der Ort Tholey wird weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus strahlen und dem Saarland einen neuen touristischen Höhepunkt bieten. Die Stiftung wird eine Zielgruppe ansprechen, für die es hierzulande bislang noch keine Heimat auf Zeit gab“, sagt Dr. Klein. „Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe und lade alle ein, ihren Teil zu diesem spirituellen Ort beizutragen.“red./vw

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