Bildungschancen verbessern

Rotary Neunkirchen spendet 1

Wellesweiler. „Neben dem Einsatz für soziale und kulturelle Projekte ist das Thema Bildung und Bildungschancen verbessern ein wichtiges Anliegen von Rotary“, erklärte der Präsident des Rotary Club Neunkirchen, Wolfgang Zapp, anlässlich der Spendenscheckübergabe an der Grundschule in Wellesweiler. 10000 Euro spendete der Club für die Sprachförderung im Rahmen des Projekts „Kinder lernen Deutsch“ an den beiden Grundschulen in Wiebelskirchen und in Wellesweiler.

„Wie wir alle wissen sind gute Sprachkenntnisse der Schlüssel zum Erfolg in der Schule und zur Integration in der Gesellschaft“, führte er weiter aus. „Geringe Deutschkenntnisse bei Kindern im Grundschulalter beeinträchtigen den Lernerfolg, die Integrationsfähigkeit und später die beruflichen Ausbildungschancen. Und das nicht nur bei Kindern mit Migrationshintergrund“, ergänzte er. Und weiter: „Daher ist eine gute Bildung die zentrale Voraussetzung für die Teilhabe und die Teilnahme am gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben.“

Seit 2007 wird das Projekt zusammen mit der Stadt Neunkirchen aufrechterhalten. Insgesamt 150000 Euro hat der Rotary Club durch die jährlichen Spenden in die Sprachförderung investiert. „Auch mein Nachfolger im Amt des Präsidenten, Dr. József Mérai, wird das Projekt aus Überzeugung weiterführen“, versprach der amtierende Rotary-Präsident. „Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen bedankten, die mit ihrem Engagement mithelfen, die sozialen Entwicklungsmöglichkeiten vieler Kinder zu verbessern und damit das Projekt ,Kinder lernen Deutsch‘ zu einem nachhaltigen Erfolg zu machen“, schloss Wolfgang Zapp.

Das Projekt richtet sich an Kinder, die mit dem Deutschlernen beginnen und an Fortgeschrittene, erklärte der Beigeordnete der Stadt Neunkirchen, Thomas Hans. Die Kinder lernen in kleinen Gruppen und trainieren auf spielerische Weise ihren Wortschatz.“ Damit erhalten sie einen besseren Zugang zur deutschen Sprache.

„Das Projekt geht allerdings über die Fähigkeit des reinen Spracherwerbs weit hinaus. Es geht dabei auch um gegenseitiges Verständnis, um mehr Selbstständigkeit und das, was wir so gerne Selbstwirksamkeit nennen. Damit ist das Gefühl gemeint, Fortschritte zu machen, etwas zu können, etwas selbst zu schaffen“, so der Beigeordnete. Damit werde der erlernten Hilflosigkeit entgegengewirkt, wenn nämlich Kinder mit ihren Defiziten konfrontiert werden und ihr Bemühungen und ihre Anstrengungen entwertet werden.

„Dieses Projekt wirkt dem mit zirka 700 Förderstunden in den beiden Grundschulen entgegen.“ Im vergangenen Schuljahr konnten 46 Kinder mit und ohne Migrationshintergrund erreicht werden. jam

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