Bienen am Kleeacker

Wenn die Felder abgeerntet sind, die großen Trachten von Raps, Obstblüte, Robinie und Linde verblüht sind, dann müssen sich die Wildinsekten genauso wie die Honigbiene auf weite Flugwege einstellen, um noch Nahrung zu finden. In besiedelten Gebieten danken sie Gärtnern, die Wert auf naturnahe Gartengestaltung legen und Blumen anpflanzen, die noch Nektar liefern- die neueren Züchtungen tun dies oft trotz ihrer Blütenpracht nicht mehr. Für die Bienenvölker der Imkerei vom Steinacker aus Mörsbach hat sich vor der eigenen Haustüre eine wunderbare Hilfe in dieser für die Bienen so kargen Zeit ergeben: 120 Hektar Kleefelder des Bannsteinhofes. Der Mörsbacher Bioland-Betrieb baut seit 17 Jahren eine Mischung aus Weißklee, Rotklee, Luzerne und Gräsern an und nutzt den Ertrag der viermal jährlichen Ernte zur Fütterung der Rinder und zur Energiegewinnung in der Biogasanlage. Der Klee als Futterpflanze ist vor dem Hintergrund der Megaerträge aus Mais seit vielen Jahren in den Hintergrund gerückt- obwohl der Ertrag pro Hektar nicht weniger, der Aufwand jedoch durch die häufigeren Ernten höher ist. Der Klee besticht allerdings dadurch, dass er nicht mit Pestiziden und anderen Chemikalien behandelt werden muss und eine hochwertige und proteinreiche Nahrungsquelle für das Vieh darstellt. Zudem binden Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft, was zur natürlichen Bodenverbesserung beiträgt. Es kommt zur Vermehrung der Humusschicht und zur Förderung der sogenannten Bodengare. Der physikalische, chemische und biologische Zustand des Landes wird somit optimiert. Vor allem aber blüht und blüht und blüht der Klee. Mehrmals im Jahr, nach jeder Mahd aufs Neue, und auch noch spät im Jahr, strecken sich die weißen, roten und lila Blüten empor. Eine Wohltat für das Auge der Spaziergänger und für die tausendfach angezogenen Wildinsekten und Honigbienen. Die Bienen der Imkerei vom Steinacker fühlen sich dank der fehlenden Belastung mit Spritzmitteln und dem reich gedeckten Tisch im Blütenparadies am Kleeacker des Bannsteinhofes ausgesprochen wohl und danken es mit leckerem Honig. Der kann neben den vielen hofeigenen Produkten wie Fleisch von Schwein und Glanrind, Masthähnchen und Getreide im Hofladen des Bannsteinhofes in Mörsbach und an der Mörsbacher Honigbox in der Steinackerstraße 7 bezogen werden.

 

Unsere Leserreporterin Elisabeth Boßlet aus Zweibrücken

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