Bergleute sind ein Vorbild für die Gesellschaft 43 Mitglieder der IGBCE Ortsgruppe Freisen für jahrelange Verbundenheit geehrt

HAUPERSWEILER Beim Familienabend der Ortsgruppe Freisen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) wurden 43 Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt. Der Ortsgruppenvorsitzende, Josef Schmidt, begrüßte die Gäste im Vereinsheim in Haupersweiler und erklärte einleitend, dass die Ortsgruppe Freisen 227 Mitglieder hat, die aus drei verschiedenen Gemeinden und 14 verschiedenen Ortsteilen kommen.

Hohes Wertebewusstsein der Gewerkschafter

„Einer für Alle und alle für Einen – so könnte man das Lebensmotto der Bergleute beschreiben“, so Schmidt. „Der respektvolle Umgang miteinander kommt heutzutage in unserer Gesellschaft zu kurz. Die Bergleute mit ihrer Tradition sind ein Teil einer Erinnerungskultur. Wenn wir heute acht Kollegen für 70 Jahre Treue zu unserer Gewerkschaft ehren, so ist das Ausdruck dafür, dass es eine solche Verbundenheit über eine so lange Zeit nur im Bergbau geben wird. Denn Verlässlichkeit, Kameradschaft, Solidarität, Hilfsbereitschaft und Bodenständigkeit sind Tugenden, auf die wir Bergleute stolz sein können.“Gewerkschaftssekretär Heiko Metzger von der Bezirksleitung der IGBCE in Saarbrücken betonte, dass es für die IGBCE zu einer guten Tradition gehöre, dass Mitglieder, die der Gewerkschaft seit vielen Jahren die Treue halten, in einem feierlichen Rahmen geehrt werden. „70 Jahre Mitgliedschaft, das ist schon etwas ganz Besonderes“, führte er unter dem Applaus der Festgesellschaft weiter aus. „Eure Verbundenheit mit unserer Organisation erfüllt uns mit Stolz.“

Dass die IGBCE in den jeweiligen Betrieben einen so hohen Organisationsgrad habe, begründete Metzger mit dem Engagement der Mitglieder, der Vertrauensleute der Ortsgruppen und der Betriebsräte. „Ihr habt die Geschichte der Gewerkschaftsbewegung mitgestaltet“, wandte er sich an die Jubilare. „Ihr habt ganz maßgeblich zur Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen in eurem Umfeld beigetragen.“

Mangelnde Anerkennung

Ausblickend auf die Aufgaben der Zukunft bemerkte er: „Es kann nicht sein, dass in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland, Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, mit dem, was sie an Rente zur Verfügung haben, nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.“jam

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