Bereits im antiken Griechenland bekannt

Die Naturpark-Wildkräuterküche im Sommer stellt die Schafgarbe vor

HERMESKEIL Bereits im antiken Griechenland waren die vielseitigen Heilwirkungen, wie die blutstillenden Eigenschaften der Schafgarbe bekannt. Auch Hildegard von Bingen schätzte die Fülle der Inhaltsstoffe des Wildkrauts mit ihrem vielseitigen Wirkungsspektrum sehr. Der Name, „garbe” leitet sich von dem althochdeutschen „garwe” ab, was so viel wie „Gesundmacher“ heißt. Tiere und besonders Schafe lieben die Pflanze. Die Schafgarbe mit ihren weißen bis rosa farbenen Blüten duftet sehr aromatisch. Tiere und besonders Schafe lieben die Pflanze. Im Naturpark kommt sie überall vor.

Schafgarbe kulinarisch

Die Schafgarbe hat einen sehr würzigen Geschmack. Alle Teile der Schafgarbe wie Blätter, Blüten, Triebe sind essbar. Für Kräutersalze, Nudelteig, Kräuterbutter, Brotaufstriche oder Gewürzessig eignen sich besonders die jungen Blätter. Aber auch im Salat oder zu Gemüsegerichten passt Schafgarbe. Die zarten Blätter und Blüten werden fein geschnitten und können zu Salaten oder Gemüse gegeben werden. Auch eine Kräuterlimonade aus Schafgarbenblüten mit jungen Brennnesselblättern und geriebenen Apfel ist sehr aromatisch.

Nahrhaft und heilwirksam

Die meisten Wirkstoffe hat Schafgarbe zur Hauptblüte im Sommer, vor allem zur Mittagszeit. Zu dieser Zeit wird das Wildkraut auch für den Winter geschnitten und zu Sträußen gebunden und getrocknet. Wertvolle Inhaltsstoffe der Pflanze sind ätherische Öle, Bitterstoffe, Cumarine, Eiweiß, Flavonoide, Harze, Inulin, Kalium, Kupfer.

Die Schafgarbe ist bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenkrämpfe, Erkrankungen der Galle, Ekzeme, Wunden, Haarausfall, Hautentzündungen und -probleme, Kopfschmerzen, Krampfadern, Kreislauf- und Leberschwäche und Nervosität fördernd anzuwenden. Für einen Schafgarbentee werden zwei Teelöffel Kraut mit etwa 250 bis 300 Milliliter kochendem Wasser aufgebrüht und zehn Minuten abgedeckt ziehen gelassen. Auch eine Tinktur, ein Schafgarbensaft, ein Öl, eine Salbe oder ein Sitzbad können aus Schafgarbenkraut hergestellt werden.

Boden, Standort und Ernte

Die Schafgarbe wächst an trockenen Wegrändern, Böschungen, Schotterhalden, auf Wiesen, Rasen und im Gartenbeet.

Früher wurde getrocknete Schafgarbe als gelbes Färbemittel für Wolle verwendet.

Die Samen sind nur ein Jahr lang keimfähig. Schafgarbe ist eine wichtige Bienenpflanze, mehrjährig und anspruchslos.

Weitere Infos gibt es online unter www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/gewoehnliche-schafgarbe. Informationen über den Naturpark erhalten Interessierte bei der Naturpark-Geschäftsstelle in Hermeskeil unter Tel. (06503) 9214-0 und E-Mail an info@naturpark.org.red./ti

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