Bekommt eigene Ausbilderin

Leiterin des Schulsanitätsdienstes in der Weiskircher Schule wird zur Ausbilderin für „Erste Hilfe“

WEISKIRCHEN In vielen Betrieben gibt es die Pflicht Betriebssanitäter vorzuhalten. Diese Personen, die für den Ernstfall in „Erster Hilfe“ ausgebildet sind, können dann Patienten schnell und fachmännisch versorgen.

Die AG funktioniert auf freiwilliger Basis

Dieses Konzept auf Schulebene verfolgt das Projekt „Schulsanitätsdienst“. Schüler können sich freiwillig für diese Arbeitsgemeinschaft (AG) melden, werden dann bei Verletzungen anderer Schüler gerufen und leisten „Erste Hilfe“.

Unter der Leitung von Kathrin Lauer hat auch die Eichenlaubschule in Weiskirchen 2016 einen solchen Schulsanitätsdienst gegründet. Diese AG wird auf freiwilliger Basis in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst aus Nunkirchen angeboten.

„Die Akzeptanz und das Vertrauen der Lehrer in die Schulsanitäter ist sehr groß geworden.“, erklärt Kathrin Lauer, „Durch die wöchentliche Ausbildung in ,Erster Hilfe‘ und auch weiterführenden Themen wächst das Können der Schüler stetig.“ Um eine fundierte Ausbildung halten zu können, hat Lauer sich im letzten Jahr zur Ausbilderin für „Erste Hilfe“ bei den Maltesern in Trier weitergebildet.

„Mit dieser Qualifikation kann und darf sie nun offiziell ,Erste Hilfe‘-Kurse halten und bescheinigen“, so Philipp Kreuder, Ortsbeauftragter der Malteser in Nunkirchen. Auch im privaten Leben, so erzählen die Schüler, haben sie ihre Fähigkeiten bereits mehrfach unter Beweis stellen können.

Neben der Gemeinschaft in der AG kommen weitere Vorteile auf die Jugendlichen zu. So wird die Mitarbeit in der AG auf dem Zeugnis vermerkt, was sich positiv bei einer späteren Bewerbung auswirken kann.

Darüber hinaus bekommen die Schüler Bescheinigungen für die „Erste Hilfe“-Ausbildung, die sie unter anderem auch für Führerscheine nutzen können. Als besondere Aktionen gibt es überdies interessante Ausflüge, zum Beispiel im letzten Jahr zu den Maltesern nach Nunkirchen, um sich die Rettungsfahrzeuge mal genauer anzusehen.

Der Schulsanitätsdienst wird von der Malteser-Gliederung mit Verbrauchsmaterial und Übungsgeräten, wie 2017 mit einer Reanimationspuppe, versorgt. Die Gliederung kann damit auch neue Mitglieder für die Jugendgruppe gewinnen. Somit profitieren beide Seiten durch die enge Zusammenarbeit.

Rettungsrucksack und Sanitätsraum

Als Hauptarbeitsmaterial steht den Schülern ein voll ausgestatteter Rettungsrucksack zur Verfügung. Gelagert wird dieser in dem, mit einer Behandlungsliege und weiterem medizinischem Material ausgestatteten Sanitätsraum.

Die Zukunft der Schulsanitäter ist durch das große Interesse der Schüler auch in Zukunft gesichert. Dies zeigen auch die stetig wachsenden Zahlen von ausgebildeten Schulsanitätern an der Eichenlaubschule.red./ti

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