Beim Pilgern „aufgetankt“

Caritas-Mitarbeitern aus Lebach in Trier

LEBACH In ihrem Alltag erleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritaseinrichtungen in der Landesaufnahmestelle Lebach oft Belastendes: Sie erfahren zum Beispiel von schweren Flüchtlings-Schicksalen, versuchen zu helfen, zu beraten und Kindern und Jugendlichen Chancen zur Integration zu geben.

Bei ihrem Pilgerweg konnten die Mitarbeiter selbst einmal spirituell „auftanken“. Der Pilgerweg nach Trier ist ein Programmpunkt des 60-Jahr-Jubiläums, das die Caritas-Einrichtungen dieses Jahr feiern.

Die 35-köpfige Gruppe war von Trier-Quint aus ein Stück auf dem Mosel-Camino gepilgert und traf am Nachmittag gut gelaunt auf dem Domfreihof ein. „Das war eine Auszeit, die Kraft bringt“, sagte Sylvia Leick, die Leiterin der Kita St. Nikolaus der Caritas-Einrichtungen. Sie findet es besonders schön, an diesem Tag im eigenen Rhythmus ohne Hektik unterwegs zu sein. Die Gemeinschaft, das Wandern bei herrlichem Frühlingswetter in der Natur, der Teamgeist und vor allem die meditativen Stationen unterwegs zu den Themen „Atemholen“, „Tiefer gehen“ und „Schöpfung bewahren“ haben den Tagespilgern aus dem Saarland sehr gut gefallen.

Begleitet von Gemeindereferent Ralf Selzer aus Siersburg, hatte der Tag auch eine spirituelle Prägung. Die Teilnahme am Pontifikalamt mit dem Bischof war ein weiterer Höhepunkt. „Wir haben heute sehr viel Gemeinschaft gespürt“, fasste Helmut Selzer, der Leiter der Caritas-Einrichtungen, die Erfahrungen des Tages zusammen.

Seit 1959 sind die Caritaseinrichtungen Anlaufstelle für viele Tausende Menschen geworden, zuerst vor allem für Flüchtlinge und Umsiedler aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, später in den 70er und 80er Jahren für Flüchtlinge aus Vietnam, Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion und weitere Flüchtlinge aus den Krisenländern der Welt. Aktuell leben in der Landesaufnahmestelle rund 1200 Menschen aus ca. 40 verschiedenen Herkunftsländern, viele aus den Bürgerkriegsländern Syrien und Afghanistan. Die Caritaseinrichtungen, deren Träger der Diözesan-Caritasverband in Trier ist, haben mit dem Migrationsdienst, der Kindertagesstätte St. Nikolaus und dem Kinderhort Francesca Cabrini drei „Standbeine“.

red./tt

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