Bares für Raritäten und Kurioses

Leihgaben an die Heimatstube können ab sofort von ihren Besitzern abgeholt werden

KÖLLERTAL Ein Jahr lang haben die Vorstandsmitglieder des Vereins für Industriekultur und Geschichte Köllertal (VIG) unzählige Exponate und Ausstellungsstücke der Heimatstube in der Hauerstraße in Riegelsberg gesichtet, sortiert und zum Teil inventarisiert. Die Sammlung des Vereins geht über großformatige Ölbilder von Köllertaler Malern über dekorative Verpackungen von Lebensmitteln und Haushaltswaren der 50er Jahre bis hin zu textilen Werkstücken aus Leinenstoffen. Auch eine Vielzahl von landwirtschaftlichen Geräten und Haushaltseinrichtungen, Bergbaurelikten und Erinnerungsstücke der ehemaligen Brauerei Gross befinden sich im Besitz der Heimatstube – Museum Riegelsberg, Walpershofen und Umgebung.

Die Fülle an Exponaten haben die damaligen Gründungsväter Norbert Krämer, Hans Rössler, Heinz Schuster, Günther Paulus, Hans-Werner Kopischke, Otmar Hörhammer und Joachim Maurer zusammengetragen. Nach fachlicher Beratung durch den Direktor des Historischen Museums Saar, Simon Matzerarth, hat sich der neue Vorstand unter Federführung von Franz-Josef Warken dazu entschlossen, den Schwerpunkt der Heimatstube auf die Bereiche Landwirtschaft, Bergbau und Brauerei zu legen. Hierfür sollen die entsprechenden Ausstellungsstücke katalogisiert und digital aufgearbeitet werden.

„Die Exponate, die nicht unter diese Schwerpunktthemen fallen und zum Teil in mehrfacher Auflage in unseren Räumen in der Hauerstraße zu finden sind, wollen wir deshalb im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren und für einen kleinen Obolus zugunsten des Vereins abgeben,“ erklärt der 1. Vorsitzende Franz-Josef Warken. „Aus dem Erlös wollen wir die Kinder- und Jugendarbeit stärken, um den nachkommenden Generationen unsere Geschichte ansprechend aufzubereiten“, erklärt Dr. Carolin Lehberger.

Zu den Exponaten, die ausgestellt und verkauft werden, zählen z. B. alte Kaffeemühlen, Schreibmaschinen, antike Musikinstrumente und viele andere Schätze. „Aber auch historische Raritäten und die eine oder andere Kuriosität werden wir vorstellen und zum Kauf anbieten,“ so Lehberger, die federführend die Ausstellung vorbereitet.

Eröffnung ist am Mittwoch, 11. Dezember, 18 Uhr in der Rathausgalerie. Die Exponate werden dann über die Advents- und Weihnachtszeit bis zum 17. Januar 2020 zu bestaunen und zu erwerben sein. „Die ideale Gelegenheit, die Ausstellung über unsere Vergangenheit gemeinsam mit Kindern oder Enkeln anzuschauen“, sagt Warken.

Leihgaben, die dem Verein überlassen wurden, können von den Besitzern ab sofort bei dem 1. Vorsitzenden Franz-Josef Warken zurückgefordert werden, Tel. (06806) 7626. red./dos

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