„Autobahnanschluß Homburg-Ost“

Leserbrief an den Wochenspiegel zu Berichterstattung rund um das Thema

 

„Autobahnanschluß Homburg-Ost“

 

Nein zu einer autoaffinen Verkehrspolitik in Homburg von vorgestern!

 

Mit Interesse und einem gewissen Unverständnis für Beratungsresistenz habe ich die aktuellen Berichtserstattungen und Leserbriefe rund um den Anschluss Homburg-Ost verfolgt. Da fragt man sich doch als Homburger Bürger im Sommer 2020? Ein zusätzlicher Autobahnanschluss aufgrund einer 15 Jahre alten Planung zwischen zwei bestehenden Anschlüssen auf kurzen 5 KM? MUSS DAS SEIN? Und das in Zeiten des Kampfes mit Fridays for Future für mehr Klimaschutz und mehr ÖPNV? Hier klar ein NEIN zu einer autoaffinen Verkehrspolitik von vor 15 Jahren. Es gibt keine belastbaren Zahlen für ein steigendes Verkehrsaufkommen, der den Anschluss rechtfertigt - ganz im Gegenteil. Die großen Industriebetriebe fahren Ihren LKW-Verkehr zurück und der Individualverkehr nimmt ab, auch weil viele Arbeitsplätze in Homburg weggefallen sind. Mit Blick auf eine solche Entwicklung ist ein neuer Autobahnanschluss die falsche Antwort. Tiefbau-Ingenieure und Straßenplaner finden solche millionenteure Projekte sicher sehr spannend, wir Bürgerinnen und Bürger stehen aber für mehr Schutz der Natur und Umwelt und bezahlbaren Nahverkehr. Was soll auch das Argument, ausgerechnet von den GRÜNEN, Planungsvariante 1, direkt angrenzend an das Wasserschutzgebiet 1, wo unser Haupttrinkwasser gefördert wird, sei so wichtig für unsere Stadt. Es geht doch auch bei der Variante 1 um starke Einschnitte in die Natur, um einen großen Waldverlust. Wir erleben ja derzeit, wie die Landschaft zur Ertüchtigung des bestehenden Autobahnanschlusses Homburg großzügig abgeholzt wird.

Es bleibt zu hoffen, ob im Stadtrat demnächst vernünftig argumentiert wird und nicht alle umfallen für einen unnötigen Autobahnanschluss um jeden Preis.

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