Ausstellung ‚20er Jahre‘ erfolgreich gestartet

Historisches Museum Saar zieht erste Bilanz

SAARBRÜCKEN Drei Wochen nach Eröffnung haben knapp 4000 Besucher die Ausstellung „Die 20er Jahre. Leben zwischen Tradition und Moderne im internationalen Saargebiet“ am Schlossplatz besichtigt. Das Historische Museum Saar freut sich über den enormen Besucherzuspruch und möchte dem großen Interesse an den 20er Jahren im Saargebiet mit einem umfangreichen Rahmenprogramm entgegenkommen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern sind nächstes Jahr 14 Veranstaltungen geplant: eine Vortragsreihe, Kostümführungen, Workshops, Stadtrundgänge zur 20er Jahre Architektur und Filmvorführungen. Darunter auch der Film „Der Kreuzzug des Weibes“ (1926), ein Aufklärungsfilm, der die Strafbarkeit von Abtreibungen kritisiert und in der Ausstellung in Ausschnitten zu sehen ist.

In voller Länge wird dieser am 4. März 2020 um 19 Uhr im Schlosskeller gezeigt. Einen einführenden Vortrag dazu hält Prof. Dr. Ursula von Keitz von der Filmuniversität Babelsberg. Start der Vortragsreihe ist am 15. Januar 2020 mit Prof. Dr. Bärbel Kuhn zum Thema „Angela Braun-Stratmann – Eine moderne Frau der 20er Jahre“, ebenfalls um 19 Uhr im Schlosskeller.

14 Veranstaltungen im kommenden Jahr

Die Ausstellung „Die 20er Jahre“ beleuchtet mit umfangreichem Medieneinsatz und zahlreichen Originalobjekten die Zeit des ersten saarländischen Sonderweges bis zur Volksabstimmung 1935. Neben der gut erforschten politischen Geschichte rund um die Besatzungszeit, die französische Grubenverwaltung und den Abstimmungskampf widmet sich ein großer Teil der Ausstellung erstmals dem alltäglichen Leben im Saargebiet. Fünf interaktive Module – vom Kino-Raum über eine Station zur Elektrifizierung bis zur Gestaltung der multimedialen Museumsfassade – der vom Historischen Museum Saar konzipierten Ausstellung wurden von K8 Institut für strategische Ästhetik entworfen und realisiert. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Tobias Hans und wurde im Rahmen des Projektes „Maschinenräume“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Die Ausstellung ist noch bis 24. Mai 2020 im Historischen Museum Saar zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr, Mittwoch: 10 bis 20 Uhr. Infos: Tel. (0681) 506 4506 (während der Öffnungszeiten), E-Mail info@hismus.de

red./jj

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