Ausnahmesituation Corona

Landkreis hofft auf Verständnis bei den Arbeitgebern

MERZIG-WADERN Zurzeit erreichen zahlreiche Hilferufe besorgter Eltern das Bürgertelefon des Landkreises Merzig-Wadern. Sie fordern einen Nachweis für ihren Arbeitgeber, wenn das eigene Kind aufgrund der Schließung einer Kindertagesstätte, Grundschulklasse oder weiterführenden Schulklasse in häusliche Quarantäne muss und dort Betreuung benötigt.

Die Erfahrungen zeigen, dass die zunächst telefonisch ausgesprochene Quarantäne in der Regel ausreicht, um sich beim Arbeitgeber für zwei bis drei Tage freistellen zu lassen, so dass ein Kind im Alter bis zwölf Jahren betreut werden kann.

Viele Arbeitgeber fordern ab dem dritten oder vierten Tag jedoch einen Nachweis der Arbeitnehmer. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und sehr hohen Fallzahlen liegen den Eltern zu diesem Zeitpunkt allerdings in einigen Fällen noch keine schriftliche Quarantäne-Anordnung seitens der Ortspolizeibehörden vor. Die Landrätin des Landkreises Merzig-Wadern, Daniela Schlegel-Friedrich, appelliert daher an die Arbeitgeber, Verständnis in dieser Ausnahmesituation aufzubringen: „Ich bitte die Arbeitgeber, den Arbeitnehmern und damit auch den Gesundheitsämtern und Ortspolizeibehörden die notwendige Zeit einzuräumen, bis die behördliche Quarantäne erteilt ist und der Arbeitnehmer diese dem Arbeitgeber vorlegen kann.“red./ti

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