Aufgelockerte Formation

Kommandoübergabe bei der Luftlandebrigade 1 in Zeiten der Corona-Krise

SAARLOUIS Der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Andreas Hannemann, hat das Kommando über die Luftlandebrigade 1 „Saarland“ von Brigadegeneral Dirk Faust an Oberst im Generalstab Jens Arlt übergeben.

Der Umfang des militärischen Zeremoniells wurde aufgrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Risikobewertung in aufgelockerter Formation abgehalten: Die Abordnungen der Verbände und selbstständigen Einheiten der Luftlandebrigade waren zahlenmäßig gering und es wurde ein deutlicher Abstand zwischen den Soldaten eingehalten.

Zivile Gäste waren aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht eingeladen.

Nach fast vier Jahren als Kommandeur der „Saarlandbrigade“ wird Brigadegeneral Dirk Faust in das Bundesministerium der Verteidigung nach Berlin versetzt und übernimmt in der Abteilung Strategie und Einsatz die Leitung der Unterabteilung für Militärpolitik und Einsatz.

In der Corona-Krise wird es sein Auftrag sein, das Lagezentrum „COVID-19“ des Bundesministeriums der Verteidigung zu führen und hier insbesondere die aktuelle Lage zu erfassen, zu bewerten und geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Sein Nachfolger, Oberst im Generalstab Jens Arlt, war zuletzt als Referatsleiter im Bundesministerium der Verteidigung im Bereich „Militärpolitik und Einsätze in der Region Europa, Eurasien und Arktis“ eingesetzt.

Brigadegeneral Faust sprach ein letztes Mal zu „seinen“ Fallschirmjägern und Luftlandern. Es erfülle ihn mit Stolz, über einen so langen Zeitraum der Kommandeur der Luftlandebrigade 1 gewesen zu sein.

Der Verband müsse zu jeder Zeit einsatzbereit und zum Kampf befähigt sein.

Diese Maxime habe die Luftlandebrigade in den letzten Jahren stets verlässlich, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, vollumfänglich erfüllt.

Auf Oberst im Generalstab Arlt warten herausfordernde Aufgaben:

Es gilt nun in den nächsten Wochen bei Bedarf im Rahmen der Amtshilfe nach Art. 35 des Grundgesetzes, Kräfte zur Bewältigung der Corona-Pandemie bereitzustellen, gleichzeitig aber auch die Dauereinsatzaufgabe im Rahmen des Nationalen Risiko- und Krisenmanagements weiterhin zu gewährleisten und Kräfte für die European Battlegroup im zweiten Halbjahr des Jahres zu stellen. red./am

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