Aufführung der Freien Waldorfschule

WALHAUSEN Es hatte schon fast etwas Surreales, das Ambiente in der großen Turnhalle der Freien Waldorfschule Saar-Hunsrück in Walhausen. War bei früheren Theaterspielen die Halle mit Leben gefüllt, liefen Kinder umher, suchten die Zuschauer den Austausch und das Gespräch untereinander, so war es dieses Mal doch eher etwas verhalten. Corona hat einfach alles verändert.

Man saß brav auf den zugewiesenen Plätzen mit 1,5 Metern Abstand und es war ungewöhnlich still in der Halle.

Die Bühne hingegen sprengte alles bisher Dagewesene, hatte man sie doch fast über die gesamte Hallenbreite in einer leichten U-Form gezogen, um auch den Akteuren auf der Bühne das Einhalten der Sicherheitsabstände zu ermöglichen.

Gehört Theaterspielen schon immer zu der ganzheitlichen Ausrichtung der Persönlichkeitsbildung an einer Waldorfschule, so ist Theater unter Corona-Bedingungen eine Herausforderung, die erst einmal gemeistert werden will. Die Theaterregisseurin Catherine Ann Schmid hat den Kraftakt geschafft, zusammen mit den Schülern der achten Klasse das Stück „All Inclusive“ nicht nur auf die Bühne zu stellen, sondern vielmehr die schauspielerische Umsetzung so zu optimieren, dass trotz Einhaltung von Abständen ein eindringliches Spiel entstand.

Selbst eine Prügelei wurde mit Abstand durchgespielt, dabei nicht minder eindringlich und ob ihrer Skurrilität sogar noch nachhaltiger im Gedächtnis haftend. jam

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