Auf Rädern zum Essen und Einkaufen fahren

Rotes Kreuz stellt in Gersheim den neuen sozialen Service vor

GERSHEIM Ab Donnerstag, 6. Juni, bietet der DRK-Kreisverband St. Ingbert jeden ersten Donnerstag im Monat einen neuen Service an. „Auf Rädern zum Essen“ nannte DRK-Kreisgeschäftsführer Roland Engel die neue soziale Dienstleistung des Roten Kreuzes, die er im Bistro Henry in der DRK-Seniorenresidenz vorstellte.

Hilfebedürftige Menschen jeden Alters aus der Gemeinde Gersheim können das G-Mobil, ein senioren- und behindertengerechten Neunsitzer, für eine Hin- und Rückfahrt buchen, um in Gersheim Besorgungen des täglichen Lebens zu erledigen. Dazu genügt es, sich bis montags vor dem jeweiligen Termin unter Tel. (06894) 3311 zu melden, den Fahrwunsch zu nennen, um dann zum Preis von 5 Euro abgeholt, nach Gersheim gefahren und später auch wieder nach Hause gebracht zu werden.

Engel teilte weiter mit, dass das Fahrzeug eine Hebebühne besitzt, sodass es für Rollstuhlfahrer problemlos benutzbar ist. Zudem sorgt ein breites Trittbrett dafür, dass Menschen bequem einsteigen können. Eine weitere Besonderheit sei, führte Engel weiter aus, dass man sich auch zu einem stationären Mittagstisch im Bistro Henry der DRK-Senioreneinrichtung anmelden könne. Dort bestehe in gemütlicher Atmosphäre und zum Preis von 6,50 Euro die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen ein Mittagessen mit Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise einzunehmen. Damit soll ermöglicht werden, dass zwischen den Nutzern des Dienstes unter dem Motto „Wir holen die Leute zusammen“ auch ein Gemeinschaftsgefühl entstehe. „Sind doch die Personen auch hier nicht allein, denn ins Bistro kommen auch viele aus der Gemeinde und Angehörige von Pflegebedürftigen zum Essen“, so Engel.

Gersheims Bürgermeister Alexander Rubeck begrüßte wie auch der gemeindliche Senioren- und Behindertenbeauftragte Hans Gebhardt das wichtige Angebot des DRK. Die Folgen des demografischen Wandels, der vor Gersheim nicht halt machten, lassen das Angebot zu einem wichtigen Baustein werden, da mit Hilfe des „DRK-G(ersheim) Mobils“, Einkäufe, Behördengänge oder auch Arztbesuche ermöglicht werden.

Die Mitarbeiter, die den Fahrdienst organisieren, werden vom Job-Center, mit dem das DRK kooperiert, gefördert. Durch das Angebot wurde ihnen ein neuer Arbeitsvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Ein weiterer Mitarbeiter absolviert in diesem Projekt sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Daneben steht noch ein Betreuer zur Verfügung, der jederzeit auch durch Ehrenamtliche mit unterstützt werden kann.red./ott

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