Auf gleichbleibendem Niveau

Polizeiinspektion Sulzbach präsentiert Unfall- und Kriminalitätsstatistik 2018

SULZBACH Der Leiter der Polizeiinspektion Sulzbach, Hans Peter Komp, sein Stellvertreter Siegbert Mörschel und der Leiter des Kriminaldienstes, Günther Rzeznik, haben im Beisein der drei Bürgermeister – Michael Adam (Sulzbach), Rolf Schultheis (Friedrichsthal) und Lutz Maurer (Quierschied) – die Zahlen für die Unfall- und Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2018 vorgestellt.

Unfallstatistik

Siegbert Mörschel startete mit den Unfallzahlen, die auf dem gleichen Niveau als ein Jahr zuvor lagen. In den Bereichen Sach- und Personenschaden gab es nur marginale Abweichungen. In Sulzbach und Friedrichsthal sowie im Stadtbezirk Dudweiler blieben die Unfallzahlen nahezu identisch.

Einzige Ausnahme ist die Gemeinde Quierschied: Insgesamt gab es im zurückliegenden 373 Unfälle (ein Plus von 39 im Vergleich zu 2017). Auffällig ist hier die hohe Anzahl an Autobahn- und Wildunfällen im Gemeindegebiet. Sie kamen insgesamt 112 Mal vor (Autobahn: 62, Wild: 50) und machen damit fast ein Drittel aller Unfälle 2018 aus.

Positiv für 2018: Es gab keine tödlich Verletzten bei den Unfällen (2017: eine getötete Person) im Bereich der Polizeiinspektion Sulzbach. Ein weiterer positiver Aspekt bei der Unfallstatistik ist der Rückgang bei Unfällen unter Alkoholeinfluss. Auf dem Vormarsch ist hingegen jedoch das Fahren unter Einfluss von Betäubungsmittel. Dieser Trend wächst in den vergangenen Jahren zusehends an.

Kriminalstatistik

Nach den Ausführungen zur Unfallstatistik übernahm Günther Rzeznik und präsentierte Stand und Entwicklung der Kriminalitätszahlen bei der Polizeiinspektion Sulzbach.

Insgesamt wurden 3 960 Straftaten registriert. Auch in diesem Bereich gab es, so Rzeznik, keine größeren Ausschläge nach oben und unten. In Sulzbach wurden 1 134, in Quierschied 627, in Friedrichsthal 578 und in Dudweiler 1 621 Fälle gezählt. Zieht man die Häufigkeitszahl zugrunde, lebt sich am sichersten somit in Quierschied (Platz 19). Gefolgt von Friedrichsthal (Platz 14), Dudweiler (Platz 10) und Sulzbach (Platz 9).

Günther Rzeznik erklärte, dass gerade im Bereich der häuslichen Gewalt die Zahl der Fälle weiter anwachse, obwohl es bei diesen Straftaten eine hohe Dunkelziffer gäbe.

Im Bereich des Konsums von Cannabis und Amphetamine verzeichnete die PI Sulzbach knapp 300 Fälle. Siegbert Mörschel erklärte, dass die Zahl immer noch viel zu hoch sei im Vergleich zu anderen Kommunen. „Wir kontrollieren regelmäßig an den einschlägig bekannten Örtlichkeiten. Jedoch müssen wir auch sehen, dass der Konsum von Betäubungsmitteln bereits an Grundschulen beginnt. Jugendliche zwischen zwölf und 13 Jahren konsumieren bereits regelmäßig. Dies ist ein erschreckender Trend, der sich womöglich auch in Zukunft weiter fortsetzen wird. Durch Aufklärung und Kontrollen versuchen wir diesen negativen Trend aber in den Griff zu bekommen“, sagte Mörschel abschließend. jb

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