Auf den Spuren des Sonnenkönigs

Bundesverband Führungskräfte Deutscher Bahnen auf Entdeckungstour in Saarlouis

SAARLOUIS Zu einer historischen Besichtigungstour nach Saarlouis hatte der Bundesverband Führungskräfte Deutscher Bahnen (BF Bahnen) Bezirk Saarbrücken eingeladen.

Die sechstgrößte saarländische Stadt gilt als eine der französischsten in ganz Deutschland! 1680 ließ der französische Sonnenkönig Ludwig XIV Saarlouis als Überschwemmungsfestung vom damals bekanntesten Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban errichten.

15 BF-Bahnen-Mitglieder mit Angehörigen nahmen an dem Rundgang, angeführt von der Stadtführerin Margit Cransac, teil. Während der Führung bekamen die Teilnehmer auch einen Einblick in den historischen Gobelin-Saal im Saarlouiser Rathaus.

Dort sind wertvolle Wandteppiche aus der königlichen Manufaktur in Aubusson aufgehängt. 1687 hatte Ludwig XIV die Teppiche angeschafft und der damals noch jungen Stadt Saarlouis zum Aushang im Präsidialgericht des Rathauses geschenkt.

In der Saarlouiser Altstadt, die sich heute als Fußgängerzone in französischem Flair mit vielen Straßencafés und Restaurants präsentiert, legten die Teilnehmer einen kurzen Halt am Geburtshaus von Michel Ney ein. Der 1769 als Sohn eines Küfers geborene Saarlouiser machte später unter Napoleon eine große militärische Karriere, die ihn bis zum Divisionsgeneral und Marschall im Kaiserreich brachte.

Im städtischen Museum erläuterte Stadtführerin Cransac eine Ausstellung, die das Leben von Ney mit Bezug zu seiner Heimatstadt durch viele historisch interessante Exponate dokumentiert.

„Das war eine sehr informative und wunderbare Stadtbesichtigung“, lobte Teilnehmer Karl-Heinz Johannes aus Siersburg. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, die Stadtführerin hat einen ausgezeichneten Job gemacht“, sagte der Bouser Edmund Lafontaine. Zufrieden äußerten sich auch Alois Ludwig aus Beckingen: „Iich habe Details über Saarlouis erfahren, die ich noch nicht kannte“. Der Trierer Christian Stark: „Es war sehr interessant“. Zum Abschluss der Veranstaltung ließen es sich die Teilnehmer in einem Altstadt-Café bei Kaffee und Kuchen gut gehen.

Das Internetradio Saarwelle berichtete in einer Reportage von zehn Minuten über den Verlauf der historischen Stadtführung. red./am

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