Auch über persönliche Dinge reden können

Landkreis Südwestpfalz bietet wöchentliche telefonische Demenzsprechstunde an

SÜDWESTPFALZ Der Landkreis Südwestpfalz bietet eine wöchentliche telefonische Demenzsprechstunde an. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind auch Angehörige vielfach belastet und stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen. Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, sich telefonisch und auch digital über das Thema Demenz informieren zu können.

Jeden Dienstag steht Karina Frisch von der Leitstelle Älter werden Interessenten von 15 bis 16 Uhr unter Tel. (06331) 809778 persönlich und per E-Mail: info@demenz-region-swp.de für Fragen zur Verfügung. Ab dem neuen Jahr wird diese Sprechzeit von Vorstandsmitgliedern der Alzheimer-Gesellschaft Rheinland-Pfalz, Edda Mertz und Christoph Prost, ergänzt.

Mertz und Prost ist dieses Angebot ebenfalls eine Herzangelegenheit, weil es auch die Möglichkeit bietet, über persönliche Dinge zu reden. „Oft hilft es, wenn man soch enfach einmal aussprechen kann“, betont Frisch. Die neue Homepage www.demenz-region-swp.de ist freigeschaltet und erschließt das Thema digital. Sie bündelt Informationen über lokale Beratungs-, Entlastungs- und Unterstützungsangebote und zeigt weitere Hilfsangebote auf Landes- und Bundesebene auf, wie die Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz (LGZ), Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz, Deutsche Alzheimer Gesellschaft oder das Bundesministerium für Gesundheit.

Demenz-Podcast-Seite

Auf der integrierten Demenz-Podcast-Seite www.demenz-podcast.de sind bereits 21 Folgen mit Information zum Thema Demenz zum Anhören verfügbar. „Die Pflege und Betreuung eines Demenzerkrankten ist ein Kraftakt, der viele Beteiligte an ihre seelischen, körperlichen und oft auch finanziellen Grenzen bringt. Zwei Drittel der Menschen mit Demenz werden von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt und betreut, mit mehr oder weniger Unterstützung durch professionelle Pflegeanbieter, die Familie und Freunde“, berichtet Frisch.

Der Landkreis Südwestpfalz hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Beratungssituation und damit die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Als Netzwerkpartner im bestehenden Netzwerk Demenz für die Versorgungsregion der Städte Pirmasens, Zweibrücken und den Landkreis Südwestpfalz ist er aktiv an der Netzarbeit beteiligt. rb

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