Auch an die älteren Bewohner gedacht

Kinder feiern St. Martin und basteln ihre Papierlaternen

PEPPENKUM Einen etwas anderen Martinstag erlebten die Kleinen mit ihren Erzieherinnen in der gemeindlichen Kindertagesstätte Peppenkum. Nachdem sie sich gemeinsam im Bilderbuchstudium, mit Liedern und Geschichten mit dem Leben und der Legende des Heiligen Martin befasst hatten, bastelten sie, jeder für sich, seine eigene Laterne.

Dazu hatten sie ihren Stab von zuhause mitgebracht. Erster Höhepunkt des Tages waren die großen Martinsbrezeln, die gemeinsam, mit selbst gekochter Marmelade bestrichen und in der Gruppe verzehrt wurden. Gestiftet waren sie von den Ortsräten der Ortschaften Altheim, Böckweiler, Brenschelbach mit Riesweiler, Medelsheim/Seyweiler, Peppenkum/Utweiler und Pinningen, aus denen auch die Großzahl der rund 100 Kinder stammen. Stärken konnten sie sich auch mit der vom Kahlenberger Hof organisierten frischen Milch, mit der heißer Kakao zubereitet wurde

Nachdem im dunklen Kita-Keller auch das Leuchten der Laternen bewundert werden konnte, ging‘s gruppenweise durchs kleine Parr-Dorf. Für die älteren Bewohner hatten sie etwas Besonderes dabei: eine Kerze. Sie wurde gemeinsam mit einem kleinen Zettel, auf dem ein Gedicht stand, an der Tür abgestellt. „Die Kinder haben damit vielen eine Freude bereitet und gezeigt, dass sie an sie denken und haben alles unter das Motto ,Bring Licht in die Welt‘ gestellt“, so die Kita-Leiterin Sigrid Konrad.

Normalerweise hätten die Kinder in der Medelsheimer Martinskirche den Abendgottesdienst mitgestaltet. Danach wären sie mit ihren Eltern, Großeltern, Verwandten und Freunden gemeinsam mit St. Martin auf dem Pferd mit ihren bunt leuchtenden Papierlaternen und fröhlichem Kindergesang zur Mehrzweckhalle gezogen, um nach dem Martinsspiel am flackernden Martinsfeuer ihre Brezeln zu bekommen.

Doch auch die neue Variante, so Konrad, hätte den Kleinen gefallen. „Sie waren froh, dass sie ihre Laterne basteln konnten“. Jetzt bereiten sie sich auf den Heiligen Nikolaus vor, dem sie dann im Wald begegnen werden.red./ott

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