Arzt niedergeschossen, mutmaßlicher Täter erschießt sich

SAARBRÜCKEN  Ein 34-jähriger Mann aus Heusweiler hat am Morgen des 12. Mai im Nauwieser Viertel in Saarbrücken einem 62-jährigen Arzt auf offener Straße ins Gesicht geschossen und ihn dadurch lebensgefährlich verletzt. Nach der Tat nahm sich der mutmaßliche Schütze das Leben.

Der bei der Polizei als Drogenkonsument bekannte Tatverdächtige lauerte seinem Opfer vor dessen Praxis in der Blumenstraße auf. Als der Mediziner gegen 8.30 Uhr sein Fahrzeug verließ, schoss ihm der 34-Jährige unvermittelt ins Gesicht. Anschließend lief der Schütze in einen Hinterhof, wo er die Waffe gegen sich selbst richtete.

Das lebensgefährlich verletzte Opfer wird derzeit in einem Saarbrücker Krankenhaus behandelt. Der mutmaßliche Täter wurde ebenfalls in eine Klinik verbracht, wo er allerdings kurze Zeit später verstarb.

Der 62-jährige Allgemeinmediziner betreut in seiner Praxis auch Drogenkonsumenten, die an einem Substitutionsprogramm teilnehmen. Ersten Erkenntnissen des Dezernats für Kapitaldelikte zufolge, handelte es sich bei dem 34-Jährigen um einen seiner Patienten.

Weitere Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.

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