Altersbilder neu denken

Warum es richtig spannend ist, älter zu werden – Veranstaltung in der Illipse

ILLINGEN Unter dem Motto „Altersbilder neu denken“ wird am Mittwoch, 16. Oktober in der Illinger Illipse gezeigt, warum es richtig spannend ist, älter zu werden.

„Was fällt euch eigentlich ein, wenn ihr an die nächsten Jahre denkt? Was ist euer Grundgefühl?“ Fragen wie diese stellte Fotograf Andreas Engel 20 Illingern im Alter von 60 bis 88 Jahren. Und während sie nachdachten und erzählten, schoss er Porträtfotos, die am 16. Oktober in der Illipse ausgestellt werden.

Wer die Bilder sieht, merkt direkt, wie viel Positivität sie ausstrahlen. Das deckt sich mit dem, was Barbara Wackernagel-Jacobs beobachtet: Sie beschäftigt sich damit, warum wir unser bisheriges Altersbild hinterfragen und umdenken dürfen, und nicht mehr nur besorgt auf Alter schauen müssen. Denn wir bleiben heute länger gesund, sind fit und sehr kompetent. Dies kann eine große Chance für alle sein.

Wissenschaftliche Erkenntnisse sprechen eigentlich dafür, „dass wir über das Älterwerden im positiven Sinn nachdenken und nicht im negativen“, meint sie. Auch am demografischen Wandel darf man nicht nur Schlechtes sehen: „Es sind ganz viele Chancen in diesen Veränderungen drin, und das wollen wir zeigen.“

Deshalb findet am 16. Oktober in der Illipse eine Impuls-Veranstaltung statt. Ab 15:30 Uhr können bei Kaffee und Kuchen die Fotos betrachtet werden, je nach Wetter vor dem Gebäude oder in seiner Eingangshalle. Um 16 Uhr beginnt der Vortrag „Warum unsere Altersbilder immer hinterherhinken“ von Prof. Andreas Kruse, ein Gerontologe der Universität Heidelberg und Vorsitzender der Altenberichtskommission. A

b 16:45 Uhr spricht die Journalistin und Autorin Margaret Heckel zu dem Thema „Was hat sich bereits gewandelt für die Älteren in den Unternehmen, in Wohnprojekten, in Städten und auf dem Land – ein Überblick über gute Beispiele“.

Untersuchungen zufolge geht es Menschen besser, je länger sie eine sinnstiftende Aufgabe behalten, in der Familie, auf der Arbeit, oder im Ehrenamt. Auch die Gesellschaft profitiert davon, denn Personen, die in den Ruhestand gehen, „nehmen ganz viel Wissen im Kopf mit“, das sie weiternutzen könnten, sagt Bürgermeister Armin König. „Das ist natürlich auch für Kommunen ein Riesenthema, für Arbeitgeber ein Riesenthema.“

Um diesen Aspekt geht es auch in der moderierten Podiumsrunde um 17:30 Uhr, wenn Heinz Frey davon erzählt, wie er in kleinen Dörfern sogenannte „DORV(Dienstleistug und örtliche Rundumversorgung)-Zentren“ gründet: eine Mischung aus Laden, Poststelle, Café und vielem mehr, für Bürger, die dort leben und eine Aufgabe suchen.

Der Gerontologe Simon Gross möchte zudem einen Einblick in die Altersentwicklung und Altersbilder in Luxemburg geben. Abschließend wird zum Umtrunk eingeladen. Ein Büchertisch bietet außerdem interessante Literatur über den positiven Blick aufs Alter.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung bei Carina Schwarm, Tel. (06825) 409125, carina.schwarm@Illingen.de oder Elke Schleppi, Tel. (06825) 409126, elke.schleppi@illingen.de wird gebeten. sg

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de