Alle ziehen an einem Strang

Gemeinsamhandel Zweibrücken stellt bei Jahreshauptversammlung die Zwapp vor

ZWEIBRÜCKEN „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, resümierte der Vorsitzende von Gemeinsamhandel Zweibrücken, Andreas Michel, bei der Jahreshauptversammlung des gemeinnützigen Vereins im Bauwerk auf dem Flugplatzgelände. Nach einer interessanten Führung durch die Ausstellung des Bau-Kompetenz-Zentrums und einer stärkenden Kartoffelsuppe des angegliederten Bistros begann die Sitzung mit rund 40 der mittlerweile 68 Mitglieder.

Gemeinsam Hand in Hand, so präsentierten sich Gemeinsamhandel und Citymanagement. Andreas Michel reflektierte das vergangene Jahr mit vier Verkaufsoffenen Sonntagen, 16 Flohmärkten, der Teilnahme am Faschingsumzug mit 35 Personen sowie an allen Veranstaltungen in der Zweibrücker Innenstadt in enger Kooperation mit der Stadt, Edeka Ernst, Möbel Martin sowie dem Outlet-Center. „Der Gemeinsamhandel zieht wirklich an einem Strang“, bestätigten sowohl Andreas Michel als auch City-Managerin Petra Stricker.

Dies mache Mut, den Weg weiter zu gehen und sich für die Wohlfühl-Stadt zu engagieren. Gemeinsam könne man Emotionen wecken und etwas schaffen, dass die Leute gerne wieder nach Zweibrücken kommen. Dazu nannte der Vorsitzende zahlreiche Beispiele aus dem „beeindruckenden Jahresprogramm auf allen Plätzen“. Erstmals wurden im vergangenen Jahr Platzmieten erhoben, etwa für den Hamburger Fischmarkt, die ohne viel Aufwand Geld in die Kasse spülten und damit neue Investitionen ermöglichten.

Neues, wie etwa das Streetfood-Festival zum Jahresende, setzte neue Akzente. So gelte es, auch die „Stadtwurst“, die es Dank dem Engagement von Edeka Ernst und der Familie Jäckel nach wie vor für 1 Euro gebe, beständig weiter zu entwickeln. Das monatliche Frühstück im Mehrgenerationenhaus am letzten Freitag des Monats von 7.30 bis 9 Uhr auf Einladung des Vereins habe sich etabliert. „Vieles ist gewaltig im Umbruch“, stellte der Vereinsvorsitzende zufrieden fest. Freies W-Lan im gesamten Stadtbereich sei allerdings Aufgabe der Stadt, nicht des Vereins, und „heute etwas, das zum Standard gehört“.

Die Menschen für Zweibrücken begeistern

Der Jahresausblick bestätigte das Programm, ergänzt mit neuen Aktivitäten. So beteiligt sich im Jubiläumsjahr 150 Jahre Amicitia der Verein an der Gestaltung des „Saarländertags“ am 15. August, der erstmals in Konkurrenz zu Homburg steht. Auch in diesem Jahr werden die erfolgreichen Veranstaltungen von Stadtmarketing und Gemeinsamhandel wiederholt. „Sie sind kein Selbstzweck. Sie dienen dazu, Zweibrücken attraktiv zu machen und zu halten, Menschen in die Stadt zu holen, sie so zu begeistern, dass sie gerne wiederkommen und andere mitbringen“, betonte Petra Stricker.

Digitales Kunden- Informationsportal

Das allein reicht jedoch in der heutigen Zeit nicht mehr. „Ohne digitale Präsentation haben wir gegenüber dem Onlinehandel keine Chance“, verdeutlichte Andreas Michel. Ein Pilotprojekt ist die digitale Seite des Gemeinsamhandel, die Dank mehr als 100 Berichten von Petra Stricker sowie anderen Beteiligten mittlerweile vor der Stadtseite auf Google erscheine. „Es ist nicht alles Freude, sondern es gilt ständig wachsam zu sein und die Dinge zu bewegen“, betonte Andreas Michel. Deshalb plant der Verein ein digitales Kunden-Informationsportal, bei dem zusätzlich Rabattpunkte vergeben werden. Statt einer zusätzlichen Karte hat IT- und Marketingspezialist Oliver Reinking die innovative Zwapp entwickelt, die Zweibrücken App. Zwapp läuft direkt über das Handy, erfordert keine Kartenlesegeräte bei den Händlern und verschwindet nicht im Dschungel der sonst üblichen Rabattkarten.

„Es ist eine schlanke Lösung, bedienungsfreundlich für Kunden wie Händler“, erklärt Oliver Reinking. Wenn sich bis Stichtag 31. Oktober mindestens 34 Einzelhändler daran beteiligen, geht Swapp noch vor dem Weihnachtsgeschäft an den Start. „Das ist das Minimum, um für Kunden attraktiv zu sein“, betont der Online-Marketingexperte und Buchautor, der auch die digitale Einschulung der Händler übernimmt.

Diese bezahlen für die Teilnahme bei Swapp zwischen 200 und 500 Euro im Jahr. „Das ist ein geringer Betrag“, bestätigt Andreas Michel, der weiß, was sonst für eine online-Marketingspräsenz zu investieren ist. Aufgabe aller Vereinsmitglieder sei jetzt, überall in der Stadt für die Zwapp zu werben, damit sich möglichst viele daran beteiligen.cvw

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