Aktion Haare verschenken

Insgesamt 38 Zöpfe kamen am TGSBBZ zusammen

NEUNKIRCHEN In einer gemeinsamen Aktion haben die Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte und das TGSBBZ Neunkirchen insgesamt 38 Zöpfe für einen guten Zweck gespendet.

„Damit sollen Perücken für erkrankte Jugendliche und Kinder hergestellt werden“, erläutert Nina Rheinheimer, die zusammen mit Marion Engel die Aktion in Neunkirchen initiiert hatte. In Neukirchen findet die Veranstaltung zum ersten Mal statt.

Die Zöpfe werden über eine Firma (www.haare-spenden.de) oder über den Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten (BVZ) (www.bvz-rapunzel.de) gespendet. Während die beteiligte Firma die Zöpfe direkt zu Perücken umarbeitet, die dann erkrankten Kindern und auch Erwachsenen zu Gute kommen, sammelt der BVZ die Zöpfe und versteigert sie dann auf der Messe „Die Zweithaar“ in Fulda an Perücken herstellende Firmen.

Der durch diese bundesweite Aktion erzielte Geldbetrag – beim letzten Mal rund 57500 Euro – geht dieses Jahr an die Stiftung „Humor hilft helfen“ von Dr. Eckart von Hirschhausen. Mit dem Geld sollen Clowns ausgebildet werden, die erkrankte Kinder in Krankenhäusern besuchen.

Mindestens 25 Zentimeter

Doch Zopf ist nicht gleich Zopf: Er muss mindestens eine Länge von 25 Zentimetern haben, bevor er der Schere zum Opfer fallen darf. Dafür, dass das auch fachmännisch geschieht, zeichnen die Berufsschüler der Friseurausbildung verantwortlich. Außerdem hat das Berufsgrundbildungsjahr Ernährung und Hauswirtschaft für die Verpflegung der Wartenden gesorgt. „Das ist eine schöne Einbeziehung der unterschiedlichsten Klassen“, bewertet Schulleiter Bernd Hussong die Aktion. „Wenn Schüler etwas für andere tun können, dann ist das ein wichtiger Beitrag zur Gesellschaft und für die soziale Kompetenz jedes Einzelnen“, so der Schulleiter.

Eine schwere Entscheidung

„Es war schon eine schwere Entscheidung, die Haare abschneiden zu lassen, aber letztendlich mach ich es doch gerne für den guten Zweck“, erklärte die 17-jährige Michelle Rommelfanger auf dem Friseurstuhl, während Marion Engel die Länge des Zopfes nachmisst und für Gut befindet. Dann ist der Zopf ab und wandert in den Sammelbehälter. Gut ein Jahr haben die Haare bei Michelle gebraucht, um auf diese imposante Länge zu kommen.

„Bei uns an der Schule sind sehr viele Kinder mit unterschiedlichen Nationalitäten. Allein bei dieser Aktion sind Mädchen mit zehn Nationalitäten vertreten. Daran sieht man, dass wenn es um soziales Engagement und Hilfe geht, alle zur Stelle sind und ihren Beitrag leisten“, freut sich Nina Rheinheimer über das große Engagement. jam

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