Aktion „Flinke Finger für helfende Hände“

Minister Reinhold Jost appelliert, Mund-Nase-Masken zu nähen

SAARBRÜCKEN Mund-Nase-Masken bieten den Trägern keinen sicheren Schutz vor Ansteckung mit dem Corona-Virus. Das Tragen der Masken, auch der selbst genähten, ist aber nach Ansicht der Experten zum Schutz anderer Menschen sinnvoll.

Vor dem Hintergrund des akuten Engpasses ruft das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Aktion „Flinke Finger für helfende Hände“ ins Leben. Ziel der Aktion ist die Unterstützung des Personals in den saarländischen Gesundheitseinrichtungen.

Mehrere tausend Meter Stoff sowie Gummilitzen und Garn hat Minister Reinhold Jost in Zusammenarbeit mit Globus Baumarkt Völklingen und der reha gmbh besorgt. „Wir konnten durch schnelles, unkompliziertes Agieren aller Beteiligten eine gute Initiative auf die Beine stellen, um den Gesundheitseinrichtungen im Saarland bei der Versorgung mit Atemschutz unter die Arme zu greifen“, so Jost.

Das Material wird zur kostenlosen Verteilung an alle freiwilligen Helfer zur Verfügung stehen. Selbst genähte Masken sind keine zertifizierten Medizinprodukte. Sie können jedoch größere, möglicherweise infektiöse Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen abfangen und dadurch das Ansteckungsrisiko ein wenig verringern.

Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz folgt mit der Aktion dem Aufruf der saarländischen Krankenhausgesellschaft zur Herstellung behelfsmäßiger Masken für das Krankenhauspersonal.

Vor dem Hintergrund der geltenden Allgemeinverfügung bittet der Minister zudem die für den Publikumsverkehr geschlossenen Stoffgeschäfte, über die Möglichkeit nachzudenken, einen Lieferservice für Maskennähstoffe und Zubehör anzubieten, um Freiwillige mit Nähmaterial zu versorgen.

Das Ministerium hat auf seiner Homepage Informationen zur Anfertigung selbst genähter Masken zusammengetragen. Dort findet man ab sofort neben einer Nähanleitung der Stadt Essen in verschiedenen Sprachen auch Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zum Gebrauch von DIY-Masken.

Fertige Masken können entweder an den vielen Sammelstellen im Saarland abgegeben, oder über eine Mail an flinkefinger@umwelt.saarland.de an das Ministerium zur Weitervermittlung gemeldet werden.

Zur Bestellung eines kostenlosen Masken-Nähpakets kann sich jeder Freiwillige mit seinem Namen und seiner Adresse ebenfalls an diese Mailadresse wenden. red./tt

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