Afrikas Kampf um seine Kunst

Online-Gespräch der VHS Dillingen am 18. Mai

Dillingen. Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Und es fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Die Argumente aber, mit denen bereits damals versucht wurde, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute.

Prof. Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen. Zusammen mit Felwine Sarr hat sie den vielbeachteten Bericht für Emmanuel Macron zur Restitution afrikanischen Kulturguts an die Herkunftsländer verfasst. Arno Bertina ist Autor von Romanen, Essays und Radiofeatures, in denen er häufig zeitgeschichtliche Themen aufgreift. Das Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und Arno Bertina wird moderiert von Michaela Wiegel, politische Korrespondentin der FAZ für Frankreich. Das Gespräch am 18. Mai wird simultan übersetzt. Jeder Teilnehmer kann also selbst entscheiden, ob er das Gespräch auf Französisch oder ins Deutsche übersetzt hören und verfolgen möchte. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Goethe-Institut Paris und der Heinrich Böll Stiftung Paris statt.

Termin ist Dienstag, der 18. Mai von 19.30 bis 21 Uhr. Der Vortrag ist kostenfrei.

Anmeldung unter www.vhs-dillingen.de, Infos bei der VHS Dillingen Tel. (0 68 31) 70 70 09. red./jb

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de