Abwarten und Tee trinken

Eine-Welt-Laden ist online und per E-Mail erreichbar

Homburg. Noch bis mindestens 10. Januar sind Museen und Gaststätten geschlossen und Veranstaltungen nur im kleinsten Kreis erlaubt. Selbst ein Einkaufsbummel bietet sich derzeit eher nicht an.

Warum nicht aus der Not eine Tugend machen, die Zeit nutzen und bewusst etwas genießen, was im Alltag oft nur nebenbei konsumiert wird? Wie den sprichwörtlichen Tee zum Beispiel. Gibt’s in jedem Lebensmittelladen, Supermarkt, Discounter und in spezialisierten Teeläden. Und in Homburg als Fairtrade-Stadt auch im Eine-Welt-Laden in der Saarbrücker Straße 9.

Bestellung online oder per Mail

Die Ladentür bleibt im Moment zwar geschlossen, dafür bieten die Mitarbeiter einen kostenlosen Lieferservice im Raum Homburg ab einem Mindestbestellwert von 20 Euro an. Ein Bestellzettel ist dazu auf der Homepage weltladen-homburg.de hinterlegt und kann ausgefüllt an info@weltladen-homburg.de gemailt werden. Neben verschiedenen Sorten Tee finden sich noch Kaffee, Schokolade und kleine Leckereien auf dem Bestellzettel. Und sollte etwas aus dem Schaufenster das Interesse wecken, so können Interessierte sich ebenfalls an die genannte E-Mail-Adresse wenden.

Träger des Homburger Eine-Welt-Ladens ist der gemeinnützige Verein „miteinander – füreinander, solidarisch in der einen Welt“. Er wurde im März 1992 gegründet, um die Idee des fairen Handels auch in Homburg zu fördern. Auf Solidarität mit seinen Lieferanten möchte der Verein auch im Lockdown nicht verzichten, denn: „Wir arbeiten mit Kleinbauern und Genossenschaften zusammen, die wirtschaftlich auf den Verkauf ihrer Produkte angewiesen sind. Und es sind gerade die ärmsten Regionen der Welt, die am meisten unter Corona leiden“, beschreibt das Ladenteam seine Motivation.

„Fairstärkung“ gesucht

Sollte jemand regelmäßig Freizeit übrig haben, die er sinnvoll füllen möchte, und Interesse an fairem Handel besitzen: Das Ladenteam sucht stets „Fairstärkung“. Doch auch jeder Einkauf hier leistet einen Beitrag, Armut in den Ländern des globalen Südens zu bekämpfen.

Der Eine-Welt-Laden ist nur ein Baustein, der Homburg zur Zertifizierung als Fairtrade-Stadt 2014 und zur kürzlichen Rezertifizierung verholfen hat. So gibt es normalerweise im September den Fairtrade-Markt zum Abschluss des Musiksommers, am Weltfrauentag wurden im Rathaus fair gehandelte Rosen an Mitarbeiterinnen und Besucherinnen verteilt, faire Weinproben fanden statt und vieles mehr. Auch Bildungsarbeit in den Schulen gehört dazu.

Die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Homburg freut sich auf neue Ideen und Partner, Ansprechpartnerin hierfür ist Anke Michalsky, E-Mail: anke.michalsky@homburg.de. red./dos

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