Abstrichstation eingerichtet

Als „Drive in“ auf dem DSD-Gelände

HOMBURG Der Saarpfalz-Kreis hat in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland (KVS) ein Abstrichzentrum für Corona-Verdachtsfälle auf dem DSD-Gelände, Am Forum 1, eingerichtet. Der Betrieb der Station wurde als so genanntes „Drive in“ aufgenommen. Die abzustreichenden Personen müssen dabei das Auto nicht verlassen; dies dient dem vorbeugenden Infektionsschutz.

Zunächst wird nur eine Linie betrieben, was bedeutet, dass ein Arzt der Kassenärzlichen Vereinigung mit einem Abstrichhelfer vor Ort sein wird. Die Öffnungszeiten werden dem Bedarf angepasst.

Es wird darauf hingewiesen, dass ausschließlich Personen mit einer ärztlichen Laborüberweisung, die der behandelnde Arzt veranlasst, abgestrichen werden. Die überweisende Praxis informiert die Patienten über die jeweils nächste Entnahmestelle. Das Laborergebnis wird wiederum der überweisenden Praxis mitgeteilt. Eine Meldung an das Gesundheitsamt erfolgt, wenn der Befund positiv ist.

Landrat Dr. Gallo betont die Bedeutung der Vorgehensweise und der eigentlich selbstverständlichen Verhaltensmaßregeln: „Wer von einem Arzt aufgrund konkreter Symptome zum Abstrichzentrum überwiesen wird, sollte aufgrund des Risikos von sich aus vom Zeitpunkt der Überweisung bzw. der Entnahme des Abstrichs bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses möglichst jeglichen weiteren näheren Kontakt zu anderen Personen vermeiden. Wir bitten alle, die zur Station überwiesen werden, vor Ort darum, uns ihre Festnetz- bzw. Mobilrufnummer zu hinterlassen, um sofort nach Eingang eines möglichen positiven Befundes Kontakt aufnehmen zu können. Ebenso appelliere ich an jeden, der zur Abstrichstation überwiesen wird, genau zu überlegen und zu notieren, mit wem er im Zeitraum zwei Tage vor dem ersten Auftreten von Erkrankungssymptomen bis jetzt Kontakt hatte. Dies hilft uns sehr bei der Umsetzung der Strategie, Infektionsketten nachvollziehen und wirksam unterbrechen zu können.“

Bei einem Verdacht sollte man zunächst zu Hause bleiben und sich telefonisch mit dem Hausarzt in Verbindung setzen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über die Rufnummer 116117. Die Kontaktmöglichkeit besteht weiterhin auch am Wochenende und in sprechstundenfreien Zeiten.

Der Saarpfalz-Kreis hat Unterstützung durch das DRK, die Malteser und den privaten Rettungsdienst PRS Saar angefragt. red./jj

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