Abenteuer, Spaß und Charity

Zweibrücker nehmen an der Rundfahrt Baltic-Sea-Circle teil, die in Hamburg startet

ZWEIBRÜCKEN Auf ein großes Abenteuer begeben sich Andreas Sarin und sein Vater Wassili. Die beiden Zweibrücker nehmen an der Rundfahrt Baltic-Sea-Circle teil, die am 16. Juni in Hamburg startet und am 1. Juli auch dort wieder endet.

Das Besondere an dieser Tour: es nehmen nur Old School Cars teil, das heißt Young- und Oldtimer mit mindestens zwanzig Jahren auf dem Buckel. Das heißt auch: kein GPS, kein Navi, keine Autobahn, mehr Abenteuer.

Dabei fahren Vater und Sohn nicht nur für einen guten Zweck, denn so ist die Tour angelegt. Die Teilnehmenden müssen mindestens 750 Euro Spenden gesammelt haben, das Startgeld sozusagen. Das Auto des Zweibrücker Teams wird auch das Logo der Rosenstadt tragen und so im hohen Norden Werbung für Zweibrücken machen. „Das Ziel unseres Racingteams 747 ist, sich für die soziale Einrichtung Therapeutische Schülerförderung Homburg einzusetzen. Die von uns gesammelten Spenden kommen zu 100 Prozent der TSF zugute“, erklärt Andreas Sarin. Die Firmen, die für die Schülerförderung gespendet haben, sind mit ihrem Logo als Aufkleber auf dem weißen Mercedes quasi Teil des 747-Teams.

„Die 747 ist unsere Glückszahl. Auch unser Autokennzeichen hat diese Nummer“, sagt Andreas, der sich schon riesig auf die große Fahrt mit seinem Vater freut. Ein richtiges Vater-Sohn-Ding. „Mein Vater geht im Juni in Rente und hat sich gefragt, was er dann anfangen soll. Im Winter habe ich online nach Möglichkeiten gestöbert und bin dabei auf die Baltic-Sea-Circle-Tour gestoßen. Und da wir den Oldtimer haben, war die Entscheidung schnell gefallen“, so der Oldtimer-Fan.

Die Baltic-Sea-Circle findet zum 6. Mal statt. Start und Ziel ist in Hamburg. Von der Hansestadt aus geht es für die 250 teilnehmenden Teams in 16 Tagen 7500 Kilometer durch zehn Länder (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Lappland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und wieder nach Deutschland). So klangvolle Namen wie Murmansk, St. Petersburg und natürlich das Nordkap stehen auf der Reiseroute. Das Zweibrücker Racingteam wird über 8600 Kilometer zurücklegen – von Zweibrücken aus geht es zuerst einmal an den Start nach Hamburg.

In den letzten Tagen sind Vater und Sohn damit beschäftigt, den Mercedes (ein ganz normaler Diesel ohne Turbo) auf Herz und Nieren zu prüfen – die Technik, das Öl wird gewechselt, die Winterreifen aufgezogen. „Alte Hasen haben uns für diese Tour Winterreifen empfohlen“, erläutert Andreas.

Mit im Gepäck haben Vater und Sohn ein Zelt, Campingkocher, Lebensmittel und natürlich Werkzeug und kleinere Ersatzteile. „Das Fahrzeug sollte durchhalten, aber wenn etwas ist, können wir Vieles selbst machen. Mein Vater ist Kfz-Meister. Außerdem helfen sich die Teams gegenseitig. Wir fahren ja nicht als Konkurrenten sondern für den Spaß und die Charity“, sagt der 32-Jährige.

Infos auch unter www.balticrally.superlative-adventure.com/baltic-rally.html.dos

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