77 Feuerwehrleute & 314 Einsätze

Jahreshauptversammlung: Die Feuerwehr St. Ingbert-Mitte blickt auf 2019 zurück

ST. INGBERT Zu Beginn des Jahres ist die Jahreshauptversammlung des Löschbezirks St. Ingbert-Mitte, der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert, der Auftakt in das neue Feuerwehrjahr. Löschbezirksführer Wolfram Zintel bilanzierte das vergangene Jahr. Dem Löschbezirk gehören derzeit 148 Feuerwehrangehörige an.

Einen enormen Anstieg verzeichnet die Jugendfeuerwehr. Waren es zu Beginn des letzten Jahr 34 Mitglieder, so stieg die Anzahl auf 41 Mädchen und Jungen an. 77 Feuerwehrfrauen und Männer sorgen für die Sicherheit an 365 Tagen in der Stadt. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt 30 Mitglieder. 314 Einsätze bewältigten die Einsatzkräfte in 3155 Einsatz- und 888 Bereitschaftsstunden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Brände an. 4.118 Stunden wendeten die Feuerwehrleute für Aus- und Fortbildung auf. Weiterhin wurden 1286 Stunden für Brandsicherheitswachdienste geleistet. Diese Stunden erbringen die Feuerwehrleute freiwillig und ehrenamtlich. Die Ersparnis, mit der der städtische Haushalt nicht belastet wird, liegt bei ca. 154000 Euro.

2019 blieb St. Ingbert von größeren Unwetterereignissen und Großeinsätzen verschont. Größere Einsätze waren der Brand auf einer Halde bei einem Entsorgungsbetrieb in Rohrbach, ein Lagerhallenbrand in Homburg und die Explosion eines Wohnhauses in Ormesheim. Hier unterstützten die Kräfte aus St. Ingbert nachbarschaftlich. Neben den Einsätzen nimmt die Feuerwehr auch am Stadtgeschehen teil. Dazu zählen der Rathaussturm, die Absicherung des Faschingsumzuges oder der Besuch des Bundespräsidenten in St. Josef. Ein ganz besonderes Projekt war die Wiederertüchtigung des Marienreliefs am Schafskopf. Die Betreuung des besonderen Ortes wird im Jahr 2020 fortgesetzt. Seinen Dank richtete Zintel an die Arbeitgeber, an die Familien der Einsatzkräfte und an die Stadtverwaltung sowie Stadt- und Ortsrat, die in diesem Jahr dafür sorgten, dass Beschaffungen, wie eine Stiefelwaschanlage, eine Ersatzbeschaffung für den Kommandowagen oder ein hydraulischer Rettungssatz beschafft werden konnten. In diesem Zusammenhang machte er jedoch auch darauf aufmerksam, dass im Gerätehaus Sanierungsbedarf besteht.

Sanierungsbedarf im Gerätehaus

So gibt es in der Fahrzeughalle das dauerhafte Problem, dass immer wieder Löcher im Bodenbelag auftauchen. Vorausschauend sprach er zukünftige Herausforderungen an. Ein flächendeckender Stromausfall würde zu größeren Problemen führen. Daher seien eine autarke Tankstelle oder Stromaggregate sinnvoll. Eine sehr erfreuliche Nachricht präsentierte der Löschbezirksführer in Sachen Parkplätzen. Immer wieder gab es Probleme und Konflikte beim Parken während Einsätzen. Dieses Problem ist gelöst. Der zuvor als Busparkplatz genutzte Parkraum ist für die anrückenden Feuerwehrleute reserviert. Im Jahr 2020 wird sich die Feuerwehr zwei Veranstaltungen durchführen. Am 23. Februar führen die Feuerwehrleute das bunte Treiben nach dem Faschingsumzug im Gerätehaus durch. Der Tag der offenen Tür findet am Muttertag, den 10. Mai, statt. Von den Aktivitäten und Veranstaltungen der Alters- und Ehrenabteilung berichtete Nikolaus Lang. Der Jugendbeauftragte Jonas Jung resümierte das Jahr der Jugendfeuerwehr. Viele Gäste anderer Hilfsorganisationen und aus der Politik nahmen an der Versammlung teil. Premiere hatte der neue Oberbürgermeister und kraft Amtes Chef der Wehr Ulli Meyer. Er bedankte sich bei der Feuerwehr und sagte ihr seine Unterstützung zu: „Ihr seid eine starke Truppe, auf die sich die St. Ingberter verlassen können.

Zwei aktive Feuerwehrleute wurden verabschiedet. Stefan Quirin und der ehemalige stellvertretende Löschbezirksführer Matthias Thom wechselten in die Alters- und Ehrenabteilung. Von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr wechselten drei junge Frauen und vier junge Männer. Als letzter Punkt der Versammlung durften die Beförderungen und Ehrungen nicht fehlen. Eine besondere Ehrung erhielten für 65 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Edgar Barth und Helmut Mansfeld. Zum Ausbilder der Jugendfeuerwehr ernannte der Oberbürgermeister Max Görg. red./jj

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