7,12 Meter über Blockstufen hoch und runter

Die Sanierung der Münztreppe ist abgeschlossen

PIRMASENS Die Sanierung der Münztreppe ist abgeschlossen. Nach zehn Monaten Bauzeit können Fußgänger wieder ohne Einschränkungen die 40 Meter lange Verbindung zwischen Bahnhof- und Ringstraße nutzen.

Die Generalsanierung des Treppenbauwerks erfolgte im Rahmen des aktuellen Straßenausbauprogramms. Die Kosten in Höhe von rund 350000 Euro werden über Wiederkehrende Beiträge und städtische Mittel beglichen.

Der Hauptausschuss hatte in seiner Sitzung am 9. September 2019 die Arbeiten an die Firma Köhler-Schmitt aus Waldrohrbach (Landkreis Südliche Weinstraße) vergeben. Die Planung lag in Händen des Ingenieurbüros Thiele Objektplanung (Pirmasens).

Die Maßnahme umfasste folgende Arbeiten: Die Treppenläufe aus Blockstufen wurden ebenso erneuert wie die Podestbeläge, die Kastenrinnen, die Geländer, Handläufe und die Beleuchtung. Der vorhandene Betonunterbau musste teilweise erneuert werden. Die Treppe hat insgesamt 41 Stufen. Der Gesamthöhenunterschied von der Bahnhof- zur Ringstraße beträgt 7,12 Meter. Die neuen Blockstufen und Podestbeläge wurden aus rubinrot gefärbtem Beton mit Natursteinvorsatz hergestellt und korrespondieren mit dem Belag der Bahnhofstraße.

Hinsichtlich der Barrierefreiheit für sehbehinderte und blinde Menschen wurden taktil erfassbare Felder mit Bodenindikatoren als Noppenplatten angeordnet. Alle Stufen verfügen für einen visuellen Kontrast durchgehende weiße Markierungsstreifen auf dem Auftritt und im Bereich der Setzstufen.

Die Münzgasse begann einst an der Amtmannsgasse (obere Bahnhofstraße bis zum Felsenberg), führte hinter den Häuschen der mittleren Ringstraße entlang und mündete schließlich gegenüber der Schlittgasse in das Oppenheimer Tor. Heute existiert nur noch ein kurzes Straßenstück, das als Sackgasse von der Ringstraße abzweigt.

1903 wurde der sogenannte Münzberg zu einer Treppe umgestaltet. Ihren Namen haben die Straße und das zugehörige Funktionsbauwerk von der Landgräflichen Münze, die in dem Gebäude oberhalb der Treppe untergebracht war. red./dos

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