50 Jahre für den Chorklang

Hermann Josef Hiery coacht seine Chöre schon ein halbes Jahrhundert

ESNDORF Nur selten erlebt man in der Chorszene, dass ein Dirigent fünf Jahrzehnte lang die gleichen Chöre leitet, ohne Unterbrechung und mit unvermindertem Einsatz. Wie viele Chorproben man in 50 Jahren absolviert, kann man zwar in etwa hochrechnen, doch das spiegelt nur einen Bruchteil der Zeit, die ein Chorleiter tatsächlich für seinen Verein investiert. Zumal, wenn er so engagiert ist wie der Dirigent der Ensdorfer Chorgemeinschaft Hermann Josef Hiery.

Er leitet den Männerchor und den Gemischten Chor der Ensdorfer Heiterkeit und jetzt auch die Chorgemeinschaft Heiterkeit-Concordia seit 1969. Mehr als 60 eigene Konzerte hat er in diesen Jahren konzipiert und umgesetzt, seine Sängerinnen und Sänger dafür begeistert und motiviert, Konzertpartner gesucht, auch experimentiert und Neues gewagt.

In all den Jahren schult er die Chorsängerinnen und -sänger intensiv. Er formt nicht nur die musikalische Ausdrucksweise, sondern er versucht, den Weg zu einem idealen Chorklang aufzuzeigen. „Schwebender Chorklang“ ist sein Ziel, richtige Artikulation und liedgemäße Stimmführung, um nur einige seiner Ausbildungsschwerpunkte zu nennen. All die Erfahrungen, die er auch in vielen anderen Formationen gesammelt hat, fließen -aufbauend auf dem Fundament seines Gesangsstudiums- in seine Chorleitertätigkeit mit ein. Vorbereitung und Umsetzung erfordern ungemein viel Zeit, zudem ist er in der saarländischen Kulturszene seit Jahrzehnten verantwortlich engagiert. Von den vielen Funktionen, die er z.T. auch heute noch ausübt, seien z.B. nur die elf Jahre seiner Präsidentschaft beim Saarländischen Chorverband erwähnt, oder die 25-jährige Leitung des Ford-Werkchores. Auch seine beachtliche berufliche Karriere forderte stets seinen ganzen Einsatz.

Und trotzdem hat er es immer möglich gemacht, mit seinen Chören zu proben, zu konzertieren und all die anderen gesellschaftlichen Veranstaltungen und Verpflichtungen wahrzunehmen.

Auch der persönliche Kontakt zu seinen Sängerinnen und Sängern und die Geselligkeit kamen dabei nie zu kurz.

Das alles ist natürlich für die Ensdorfer Chöre ein Grund, ihm zu seinem Chorleiterjubiläum zu gratulieren und seine Leistung zu würdigen. Das geschieht mit bzw. innerhalb des Konzerts, zu dem die Chorgemeinschaft Ensdorf für Sonntag, den 24. März einlädt.

Leonard Bernstein, Maurice Jarre, Peter Kreuder, Les Humphries und etliche weitere klangvolle Namen weltbekannter Komponisten findet man im aktuellen Konzertprogramm. Genau diese Musiken hat sich Dirigent Hermann Josef Hiery für seine Ensdorfer Chöre ausgesucht.

Der Männerchor hat zudem auch ein paar traditionelle Chorlieder im Gepäck. Dabei wirkt sich aus, dass die SaaGauChorgemeinschaft Weiler-Tünsdorf-Orscholz wieder mit von der Partie ist. Auch dieser Chor steht unter der Leitung von H. J. Hiery und bildet zusammen mit den Ensdorfer Sängern bei diesem Konzert einen großen Klangkörper.

Auch junge Solo-Instrumentalisten sind – wie seit Jahren immer wieder praktiziert- mit im Programm vertreten, diesmal der begabte Klarinettist Jan Gabriel Augustin zusammen mit Elline Owen am Klavier. Das alles läuft ab beim Konzert „Das gibt’s nur einmal“ am Sonntag, 24. März, um 17 Uhr im Festsaal des Bergmannsheims in Ensdorf. red./jb

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de