24-Jähriger verursacht Unfall

Fahrer nach Flucht vor der Polizei gestellt

WADERN/WEISKIRCHEN Am Donnerstag, 23. Januar, alarmierte ein junge Frau aus Schmelz, gegen 0.20 Uhr die Polizei in Wadern, dass ihr Ex-Freund den Fahrzeugschlüssel ihres blauen Ford Ka an sich genommen habe und mit dem PKW in Richtung Wadern gefahren sei. Der 24-jährige Freund sei stark alkoholisiert und habe keinen Führerschein.

Das gesuchte Fahrzeug wurde im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen von einem Streifenfahrzeug der Polizei in der Johannisstraße in Wadern festgestellt.

Von dort fuhr er in Richtung Franz-Haas-Straße/Nordring und über die L 151 in Richtung Weiskirchen. Hierbei fuhr er mehrfach mit der linken Bereifung seines Fahrzeuges über die Fahrbahnmarkierung auf der Mitte der Straße. Zu Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer ist es jedoch nicht gekommen.

Aufgrund des Fahrzeugverkehrs wurde der Fahrer des blauen Ford erst bei Erreichen der Ortslage Weiskirchen über die optischen und akustischen Anhalte-Signale zum Anhalten aufgefordert. Dies veranlasste den 24-jährigen Fahrzeugführer jedoch nicht anzuhalten. Nach Passieren des Kreisverkehrs in Richtung Konfelder Straße beschleunigte der Flüchtende sein Fahrzeug. Dies hatte zur Folge, dass der Fahrer bei Erreichen der Brunnenstraße mit seinem Pkw in der dortigen Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abkam und dort mit einer etwa kniehohen Steinmauer kollidierte. Durch die Wucht des Aufpralls bäumte sich das Heck des Fords derart senkrecht stark auf, dass der Pkw drohte auf das Dach zu kippen. Der Unfall ereignete sich etwa 60 Meter vor dem nachfolgenden Polizeifahrzeug. Der Fahrer war zuerst nicht bei Bewusstsein und nicht ansprechbar. Die Vitalfunktionen (Atmung, Herzschlag) waren jedoch feststellbar.

Als er wiederum bei Bewusstsein war, gab er spontan an, Schnaps getrunken und „Scheiße gebaut zu haben“. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Nach Erstversorgung im Rettungswagen wurde der 24-Jährige in das Krankenhaus nach Merzig verbracht, wo ihm zwecks Feststellung seiner Verkehrstüchtigkeit eine Blutprobe entnommen wurde.

Hinsichtlich seiner „Spritztour“ erwarten ihn Strafanzeigen wegen Unbefugtem Gebrauch eines Fahrzeuges, einer Gefährdung des Straßenverkehrs, Sachbeschädigung sowie Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis.red./ti

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