200 Jahre Pfälzer Kirchenunion

Theatermonolog: Verdrehte Gebete. Friedrich dem Weisen in den Mund gelegt

GRIES Unter dem Titel „Verdrehte Gebete“ gastiert am Sonntag, 8. April, um 19 Uhr der Theatermonolog zum 200. Jubiläum der Pfälzer Kirchenunion in der Protestantischen Kirche Gries.

Der Förderverein Kirchenorgel Gries e.V. lädt dazu ein. In der Regie von Eva Adorjan verkörpert der Schauspieler Stephan Wriecz den friedliebenden Kurfürsten von Sachsen, Friedrich den Weisen. „Der leidenschaftliche Sammler von Reliquien hätte sich auch als UNO-Generalsekretär geeignet, wenn es dieses Amt im 16. Jahrhundert schon gegeben hätte“, interpretiert der Autor Michael Bauer die historische Figur. Als Bühnenfigur wird der Kurfürst von einer Elbflut aus dem Wittenberg des 16. Jahrhunderts ins Meer fortgerissen, hinein in die Gegenwart. In farbigen Bildern schildert er Szenen aus seinen und den nachfolgenden Zeiten und Gezeiten. Lacht den Papst aus, beklagt sich über seinen Schützling, den Reformator, jammert über das Glaubenswirrwarr, die Gewalt, die durch die Reformation in die Welt kam. Schließlich schnuppert der sächsische Landesherr auf seiner Zeitreise in das Jahr 1818 und in die Pfalz hinein. Mit Sprachwitz hat Michael Bauer das eigens entwickelte „Unionsstück“ versehen und verständlich, unterhaltsam und mit Tiefsinn bringt es Stephan Wriecz auf die Bühne. Bei Brezeln und Orgelwein besteht die Möglichkeit mit dem Schauspieler ins Gespräch über seine Rolle und die Zeitreise zu kommen. Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten. red./jj

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