20 Millionen werden investiert

Innenminister Bouillon stellt Baumaßnahmen für Landesaufnahmestelle Lebach vor

LEBACH Innenminister Klaus Bouillon hat in der Landesaufnahmestelle in Lebach die aktuellen Bauprojekte vorgestellt. Insgesamt 20 Millionen Euro kommen dabei der regionalen Bauwirtschaft und den Handwerkern zu Gute, erläuterte der Minister.

„Im Jahr 2017 haben wir erfolgreich mit dem Verfügungsgebäude Eins begonnen. Doch das war erst der Anfang“, beleuchtete der Minister die Baumaßnahmen. „Wir haben noch zahlreiche weitere Baumaßnahmen in der Umsetzung, weitere sind schon geplant. Wir befinden uns heute am Übergang vom alten Bestand in ein neues Quartier. Ein wichtiger Aspekt dabei: Ein Großteil der Aufträge bleibt in der Region“, bewertet Bouillon die Bedeutung für die heimische Wirtschaft.

Schrittweise sollen die Bestandsbauten aus den 50er Jahren ersetzt werden. Die Belegungskapazität wird durch die Neubauten nicht ansteigen, sondern wie bisher bei maximal 1200 Personen bleiben.

Die neuen Wohngebäude sehen kleinere Wohneinheiten mit zwei Schlafräumen, einer Wohn-Ess-Küche sowie einem Sanitärbereich vor. Ein Teil der Wohnungen wird barrierefrei und behindertengerecht ausgebaut sein. „Die Vorreiterrolle des Landes wird auch in der Umsetzung von Klimaschutzzielen deutlich“, betonte der Minister weiter. „Alle Ersatzneubauten werden energetisch auf dem neuesten Stand sein. Je nach Ausrichtung der Dachflächen werden bei den Neubauten entweder Photovoltaik-Anlagen installiert oder es wird eine Dachbegrünung vorgenommen, was dem Mikroklima der gesamten Wohnsiedlung zu Gute kommt.“

Als weitere Schritt hat der Minister den Neubau des Kinderhortes, sowie die Sanierung des Duschbades und von Verwaltungsgebäuden in naher Zukunft angeführt. „Insgesamt investiert das Land bis 2023 rund 20 Millionen Euro in die bauliche Entwicklung seiner Landesaufnahmestelle“, so der Minister.

Der Neubau des Kinderhortes bringt eine Erweiterung der Kitaplätze von derzeit 60 auf 80 Plätze mit sich. Der Kinderhort soll wie bisher je zur Hälfte mit Kindern aus Lebach und mit Kindern aus der Landesaufnahmestelle belegt werden. „Somit fördert das Land maßgeblich die Integration der Bewohner der Landesaufnahmestelle in die städtische Gemeinschaft von Lebach und verbessert gleichzeitig die Betreuungssituation der nachwachsenden Generation“, stellt Bouillon die Bedeutung heraus.

Im Detail werden für den Ersatzneubau I drei Millionen Euro investiert, der Ersatzneubau II schlägt mit 3,1 Millionen Euro zu Buche, Ersatzneubau III wird voraussichtlich 3,7 Millionen Euro kosten, die Kosten für die Ersatzneubauten IV und V belaufen sich auf zusammen 7 Millionen Euro, in den Kinderhort werden 3 Millionen Euro investiert und die Sanierung des Duschbades wird mit 1,8 Millionen Euro veranschlagt. jam

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