20. Medelsheimer Jakobsmarkt

Rund 140 Händler und 60 Helfer sind am 15. und 16. Juli im Einsatz

MEDELSHEIM Nach dem Start 1999 feiert der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Medelsheim am Sonntag, 15. Juli, seinen 20. Jakobsmarkt. Ab morgens 10 Uhr werden rund 140 Händler wieder ein abwechslungsreiches Angebot bieten, werden Tausende von Besuchern in das idyllische Parr-Dorf pilgern.

Im Schatten der altehrwürdigen Martinskirche werden erstmals die Böllerschützen des Schützenclubs Enzian Reinheim um die Mittagszeit mit Salutschüssen weithin von dem Ereignis künden. Um 16 Uhr, auch dies ist ein Novum während der Jakobsmarktgeschichte, wird das WM-Finale auf einer Großbildleinwand zu sehen sein. „In den letzten Jahren waren es immer ungefähr 80 Prozent der Händler, die schon gleich ihre Wiederkommen im nächsten Jahr gebucht haben“, hofft Marktmeister Albert Wack, dass dies auch 2018 so sein wird.

Wack hat das Amt vor fünf Jahren von Otmar Vogelgesang übernommen, der gemeinsam mit Pirmin Faber die Triebfeder war, dass überhaupt wieder ein Jakobsmarkt in Medelsheim installiert werden konnte. Peter Krämer, Vorsitzender des 2003 gegründeten Fördervereins, weiß zu berichten, dass die Geschichte bis ins Jahr 1535 zurückreicht, als er in einer Rechnung des Amtes Medelsheim als Ulrichmarkt vermerkt worden war. Als Reminiszenz an den späteren Landesherrn, den Grafen Jakob von Bitche, wurde das Markttreiben vom 4. Juli (St. Ulrich) auf den 24. Juli (St. Jakob) verlegt und blieb bis in die 1970er-Jahre existent.

Der Männergesangverein übernahm es als Jakobsfest, musste jedoch auch aus Mangel an Helfern 1996 aufhören. 1999 setzte die Feuerwehr die Tradition fort, veranstaltete zum 18. Juli den ersten Markt „der Neuzeit“. Nachdem anfangs ein Tag gefeiert wurde, folgte wenige Jahre später ein zweiter Tag.

Alljährlich kümmert sich ein Festausschuss, bestehend aus Peter Krämer, Löschbezirksführer Jörg Welsch sowie Hans-Jürgen Krämer, Thomas Hunsicker, Konrad Hahn und Markus Fuchs, dass die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden, damit am Markttag um fünf Uhr mit dem Einweisen der Händler in der Burg- und in der St. Martin-Straße begonnen werden kann. Danach sorgen rund 60 Helfer für das leibliche Wohl. Auch die Festküche, betrieben von Dietmar „Diddel“ Schreiber und seinem Team, wird wieder eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Grillschinken sowie Schnitzeln zukommen. Dazu kommen zum Dessert selbst gebackene Kuchen in großer Auswahl, wie auch in den Marktgassen allerlei und für jeden Gaumen geboten wird.

Zu erleben sind auch Handwerker, die sich bei ihren Tätigkeiten über die Schulter schauen lassen. Dazu gesellen sich wieder der beliebte Flohmarkt mit Teilnahmemöglichkeit auch für Kinder und der Bauernmarkt mit großer Auswahl an Eigenerzeugnissen.

Die von Pirmin Faber aus Riesweiler konstruierte Freiluftkegelbahn nimmt ebenfalls wieder ihren Betrieb auf. Am Montag, 16. Juli, wird ab 17 Uhr gemütlich gefeiert. Dann beginnt das Schafkopfpreisturnier, bei dem die gesamten Startgebühren an die Mitspieler ausgezahlt werden. Um 19 Uhr startet das beliebte Schätzspiel, bei dem viele wertvolle Einkaufsgutscheine zu gewinnen sind.

Infos auch online unter www.jakobsmarkt.de.ott

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