20 Jahre Hospizarbeit in Völklingen

Haupt- und Ehrenamtliche blicken zurück

VÖLKLINGEN Im Rahmen eines ökumenischen Festgottesdienstes sowie einem anschließendem Festakt in der Kirchengemeinde St. Michael hat gestern das Ambulante Hospiz St. Michael Völklingen ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Mit Stolz und Dankbarkeit blicken haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 20 Jahre ambulante Hospizarbeit zurück.

Als besonderer Höhepunkt konnten fünf Menschen der ersten Stunde geehrt werden, die vor 20 Jahren an die Idee geglaubt haben und seitdem mit ihrem persönlichen Einsatz zum Erfolg der Hospizbewegung in Völklingen beitragen. Die Hospizgruppe St. Michael hatte sich 1999 aus bürgerschaftlichem Engagement heraus auf den Weg gemacht, um praktische, ehrenamtliche und christliche Hospizarbeit zu leisten. Die Gruppe wurde in den ersten Jahren ehrenamtlich koordiniert und geleitet. 2004 erwuchs mit der ersten hauptamtlichen Hospizfachkraft und dem somit erweiterten Angebot der palliativpflegerischen Beratung das Ambulante Hospiz St. Michael Völklingen. Träger waren das damals noch bestehende St. Michael Krankenhaus Völklingen und das St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken. Heute sind die Träger das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis und das St. Jakobus Hospiz Saarbrücken.

„Leben bis zuletzt“, diesen Wunsch möchte das Ambulante Hospiz St. Michael Völklingen mit der Beratung und Begleitung zu Hause für Schwerstkranke ermöglichen. Im August konnte die sechzigste Helferin im Team der Ehrenamtlichen begrüßt werden. Gemeinsam mit drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen sind sie im Raum Völklingen, dem Warndt und dem Köllertal im Einsatz, um schwerstkranken Menschen und deren Angehörigen in der häuslichen Umgebung zur Seite zu stehen.

„Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass aus einem bürgerschaftlichen Engagement eine soziale Einrichtung wird, die in unserer Region eine wichtige Rolle einnimmt. Das ambulante Hospiz St. Michael Völklingen hat mit dazu beigetragen, dass die Hospizidee mit ihrem Ringen um ein menschenwürdiges Sterben zu Hause stärker in die Mitte unserer Gesellschaft rücken. Das macht uns alle stolz und in diesem Sinne werden wir auch weitermachen“, so Heike Steuer, Mitarbeiterin des ambulanten Hospizes St. Michael Völklingen. Das Angebot ist für die betroffenen Menschen kostenlos und die Einrichtung wird seit vielen Jahren durch den „Förderverein ambulantes Hospiz St. Michael Völklingen“ ideell und materiell unterstützt. red./jb

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