19 Länderteams im Startfeld

Präsentation der 32. LVM Saarland Trofeo im Gersheimer Kulturhaus

GERSHEIM Am Fronleichnamstag, 20. Juni, startet die diesjährige LVM Saarland Trofeo im Blieskasteler Stadtteil Aßweiler. Es ist das erste von fünf Rennen, das die weltbesten Radjunioren durch weite Teile des Saarpfalz-Kreises, den Landkreis Neunkirchen, die Westpfalz aber auch Lothringen führen wird.

Erstmals wird die Stadt Bitche Etappenort sein, wo am Samstag, 22. Juni, im Schatten der Zitadelle ein schweres 31 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren gestartet wird. Bei der Streckenpräsentation im Gersheimer Kulturhaus dankte Gersheims Bürgermeister Alexander Rubeck, auch als Vorsitzender des veranstaltenden Fördervereins Saarland Trofeo, allen Unterstützern ausdrücklich: „Es ist nicht selbstverständlich, dem Radsport in der heutigen Zeit so die Treue zu halten.“ Hauptsponsor ist mittlerweile das Land, das die Trofeo diesmal wieder mit 30000 Euro unterstützt. Hinzu kommen weitere 100000 Euro, die zahlreiche Sponsoren beisteuern. Rubeck unterstrich die Wichtigkeit, dass immer mehr Kommunen mit im Boot seien. Neben dem Saarpfalz-Kreis, Homburg, Gersheim, Blieskastel, Neunkirchen und Mandelbachtal sei nun Bexbach neu hinzugekommen. Doch auch die Helfer aus vielen Organisationen, beispielsweise Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften, Streckenposten sorgen dafür, dass die Rennen ablaufen können.

Zum zwölften Mal in Folge gehört die LVM Saarland Trofeo zur international erstklassigen Rennserie UCI Nations-Cup. Da am Tag der Präsentation Dänemark gemeldet hat, sind derzeit 19 Länderteams im Starterfeld. Dazu gehören Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Irland, Italien, Japan, Kasachstan, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Ukraine sowie die zwei Regionalmannschaften aus Rheinland-Pfalz/Saar und Thüringen. „Vier Tage, fünf Etappen und 454 Kilometer – das ist das Maximum, das von der UCI für Juniorenrennen erlaubt ist“, erläutert Olympiasieger und Ex-Weltmeister Andreas Walzer.

Startschuss in Aßweiler

Nach dem Startschuss an Fronleichnam in Aßweiler führt die Rundstrecke über 113 Kilometer und knapp 2000 Höhenmeter bis zum Ziel in Erfweiler-Ehlingen. „Eine der attraktivsten, aber auch selektivsten Etappen steht mit dem Rennen von Neunkirchen nach Münchwies am zweiten Tag an“, erklärt Walzer. Die schon traditionelle Halbetappe von Homburg über Kirrberg, den Anstieg ins pfälzische Mörsbach und Käshofen, wieder zurück nach Homburg steht am Samstagmittag an. Herausfordernd dann das Mannschaftszeitfahren am Abend, das im französischen Bitche gestartet wird und bis in den Europäischen Kulturpark nach Reinheim führt, der seinen 30. Geburtstag auch mit den Radjunioren feiert. Auf der Schlussetappe über 119 Kilometer von und nach Walsheim wird von den 17- und 18-Jährigen aus aller Welt sonntags noch einmal alles abverlangt, wenn sie sich nach kräftezehrenden Tagen den Bergauf-Sprint ins Ziel jagen. Vor dem historischen Brauereikeller wird dann sowohl der Tages- als auch der Gesamtsieger, Nachfolger des Vorjahresgewinners Søren Wærenskjold aus Norwegen, gekürt und gefeiert.ott

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