1,8 Mio. Euro für Schulsozialarbeit

Ministerin Streichert-Clivot und Landrat Lauer unterzeichnen Kooperationsvertrag

SAARLOUIS Im Landkreis Saarlouis werden ab dem 1. August rund 1,85 Millionen Euro pro Jahr für die Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung stehen – davon rund 869000 Euro Landesmittel. Über das Programm ‚Schoolworker‘ standen im Landkreis 2019 rund 327000 Euro an Landesmitteln für die schulische Sozialarbeit zur Verfügung. Der Landkreis investierte 2019 Eigenmittel in Höhe von 1 Mio Euro. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Landrat Patrik Lauer unterzeichneten jetzt den neuen Zuwendungsvertrag.

„Mit dem Ausbau der Schulsozialarbeit investieren wir in Bildungschancen und Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche. Die Schulsozialarbeit ist neben den Lehrkräften die zweite tragende Säule der multiprofessionellen Teams an unseren Schulen. Wir stärken den sozialen Lern- und Lebensort Schule. Davon profitieren letztlich alle Schülerinnen und Schüler“, erklärte Ministerin Streichert-Clivot.

„Mit der neuen Form der Sozialarbeit gehen Land und Landkreise eine Verantwortungspartnerschaft für das Gelingen von Bildungsbiografien junger Menschen ein.

Durch die gemeinsame paritätische Finanzierung und Steuerung werden die Schulen als Lebensumfeld junger Menschen und in ihrem ganzheitlichen Ansatz gestärkt. Dieser Meilenstein ermöglicht uns, ein gemeinsames präventives und intervenierendes Konzept zur Förderung der individuellen Bedürfnisse jedes Schülers zu etablieren“, schilderte Lauer.

Das Bildungsministerium hat im Februar innerhalb der Landesregierung die Zuständigkeit für die Schulsozialarbeit übernommen und gemeinsam mit den Landkreisen sowie dem Regionalverband als Träger der Jugendhilfe ein Konzept für die Neuaufstellung der Schulsozialarbeit erarbeitet.

Ziel ist die flächendeckende und gleichzeitig bedarfsorientierte Versorgung aller Schüler mit Angeboten der Schulsozialarbeit. Erstmals wird es an allen saarländischen Schulen Schulsozialarbeiter geben.

Die Verteilung der Mittel erfolgt anhand eines Mechanismus, der unterschiedliche Bedarfe aufgrund der Schulform, der Schülerzahl an den jeweiligen Standorten sowie soziale Faktoren berücksichtigt. Das Konzept soll ab August landesweit umgesetzt werden.

Bisher förderte das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MSGFF) über das Landesprogramm „Schoolworker“ die Schulsozialarbeit mit jährlich 1,9 Millionen Euro.

Das Ministerium erhöht die für die Schulsozialarbeit zur Verfügung stehenden Landesmittel nun auf rund 5 Millionen Euro.

Die Landkreise und der Regionalverband tragen ebenfalls rund 5 Millionen Euro.

Insgesamt stehen somit rund 10 Millionen Euro jährlich für die Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung.

Das entspricht rund 124 Schulsozialarbeiter-Stellen (Vollzeit, 68500 Euro pro Jahr Arbeitgeberbrutto).

Bisher werden im Bereich der allgemeinbildenden Schulen rund 98 Vollzeitstellen finanziert. red./am

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