17 Millionen Euro Sanierungsstau an Schulen

Stadtrat hat Mittel zur Sanierung, Renovierung und Ausstattung deutlich erhöht

BLIESKASTEL Eine Ende letzten und Anfang diesen Jahres durchgeführte Bestandsaufnahme brachte es ans Tageslicht: Bei den Blieskasteler Grundschulen gibt es einen immensen Sanierungsstau. Unter anderem Folge jahrelang unterbliebener Unterhaltung. Mindestens 17 Millionen Euro müsste die Stadt aufwenden, um die Gebäude und Einrichtung ihrer Schulen auf Vordermann zu bringen. Die notwendige Digitalisierung noch gar nicht mit eingerechnet.

Der neue Stadtrat hat diesen Nachholbedarf erkannt und im Haushalt 2020 die zur Sanierung, Renovierung und Ausstattung von Grundschulen zur Verfügung stehenden Mittel deutlich erhöht. Eine zügige Umsetzung der Maßnahmen scheiterte jedoch zunächst an der späten Genehmigung des Haushaltes durch den Innenminister erst Mitte Juli und dem Umstand, dass größere Sanierungsarbeiten an und in Schulen nur in den Ferien stattfinden können. So konnten in den Sommerferien zumindest noch die energetische Sanierung der Fenster und Außenfassade an der Grundschule am Schlossberg und jetzt in den Herbstferien dringende Renovierungsmaßnahmen an den beiden Standorten der Grundschule an der Blies (Breitfurt und Blickweiler) durchgeführt werden.

In Breitfurt wurden der Fußboden im Eingangsbereich erneuert und ein Klassensaal sowie alle Fenster außen neu gestrichen. In der Blickweiler FGTS standen ebenfalls die Erneuerung des Fußbodens und Reparaturen an der Außenfassade dringend an. Eine besondere Herausforderung war dabei die Koordinierung des Einsatzes von privaten Gewerbebetrieben und städtischen Eigenleistungen in einem engen Zeitfenster.

Umso erfreuter zeigte sich der für die Grundschulen zuständige Beigeordnete Guido Freidinger, als er vor Schulbeginn feststellen konnte, dass alle Maßnahmen reibungslos über die Bühne gegangen waren. Ein guter Grund, sich bei den Mitarbeitern der städtischen Hochbauabteilung und des Baubetriebshofes für die tatkräftige Unterstützung zu bedanken.

Die ebenso dringende Erneuerung der Toilettenanlagen sowohl in Blickweiler als auch in Breitfurt kann erst in den nächsten Sommerferien erfolgen. „Wir bleiben aber dran und werden in den nächsten Jahren generell mehr Geld in die Unterhaltung unserer städtischen Gebäude investieren müssen“, so der Beigeordnete . red./dos

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