1 283 Rettungseinsätze für „Christoph 16“

Leichter Rückgang gegenüber 2019 auf geringere Mobilität zurückzuführen

Saarbrücken. 2020 war für die gemeinnützige ADAC Luftrettung ein außergewöhnliches Jahr. Im 50. Jahr ihres Bestehens mussten die fliegenden Gelben Engel zu 51 749 Einsätzen ausrücken. Mit 141 Notfällen pro Tag bewegt sich das Einsatzgeschehen damit weiter auf höchstem Niveau.

Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC Rettungshubschrauber wegen der Corona bedingten Verringerung der Mobilität insgesamt um 2 218 oder 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Crews waren aber dennoch so gefordert wie noch nie.

Insgesamt rückten die Crews der 37 Stationen der ADAC Luftrettung zu rund 800 Corona-Einsätzen aus, darunter rund 100 Spezial-Verlegungstransporte von schwer an Covid-19 Erkrankten.

Die meisten davon übernahm „Christoph 112“, der erste bundesweit alarmierbare Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber. Er war im April 2020 zusätzlich vom Land Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen stationiert worden. In der Hochphase der Pandemie leisteten die fliegenden Gelben Engel auch grenzüberschreitende Hilfe in Frankreich (von Metz nach Homburg) und unterstützten die Bundeswehr bei deren Italien-Hilfe.

Der auf dem Winterberg am Klinikum Saarbrücken stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 16“ wurde im letzten Jahr zu 1 283 Notfällen alarmiert (2019: 1 343 Einsätze). Der Rückgang ist auch im Saarland auf die Corona bedingte Verringerung der Mobilität zurückzuführen.

Im Saarland waren Einsatzgrund Nummer Eins Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen (35 Prozent). In 29 Prozent der Fälle wurden die Lebensretter wegen Verletzungen nach Unfällen gerufen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. In 17 Prozent der Fälle wurden neurologische Notfälle diagnostiziert, wie z.B. ein Schlaganfall.red./tt

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de