Wer hat den schönsten Hausgarten

Merzig-Wadern. „Mai kühl und nass, füllt dem Landwirt Scheun` und Fass!“ sagt eine alte Bauernregel. In der Tat ist ein nasses Frühjahr für Garten und Feld wichtiger als den meisten Menschen bewusst. Auch die „Eisheiligen“ erwiesen sich als gnädig, umso schneller zeigten sich Grün und Blüten zum Monatswechsel Mai / Juni, und nach nur wenigen Tagen schon scheint es, dass die Natur den Rückstand wettmacht.

Selbst 2020 hat der

Wettbewerb stattgefunden

Der Wettbewerb „Schönster Garten in Merzig-Wadern“ ist nunmehr schon Jahrzehnte alt, und immer noch sind es Jahr für Jahr viele Hobbygärtner, die sich zur kostenlosen Teilnahme anmelden. Selbst im schwierigen Jahr 2020 fand der Wettbewerb statt. Hier hatte der Garten der Kallass aus Wadern die Nase ganz vorn. Nach Dafürhalten der Jury erfüllte dieser Garten zu beinahe 100 Prozent alle Kriterien eines perfekten Hausgartens: Während um das Wohnhaus herum der Ziergarten Vortritt hat, schließen sich hinter und seitlich des Hauses Gemüsegärten an – immer eingerahmt von Blumen, Obst und Beeren aller Art und beinahe jeder Regenwassertropfen von den Dächern wird aufgefangen und genutzt.

Zweitplatzierte wurde Ria Speicher aus Beckingen, als Dritte unter den „Medaillenrängen“ zeigte Familie Leuck aus Münzingen einen ebenso liebe- wie phantasievoll gestalteten, etwas größeren Garten, der gleichfalls fast professionelle Pflege verrät.

Die Siegerehrung fand innerhalb der wenigen Wochen im Spätsommer statt.

Mitte Juli Begehung der teilnehmenden Gärten

Am 14. und 15 Juli wird sich die Jury des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine Merzig-Wadern nunmehr in den teilnehmenden Gärten zeigen und die Gärten unter die Lupe nehmen. Zehn Punkte umfasst der Kriterienkatalog, nach dem die fünfköpfige Jury die Hausgärten beurteilt. Hierzu gehören nicht nur die optische Vielfalt und Blumenpracht, der Pflegezustand von Nutz- und Ziergartenbereichen und die Anteile naturnaher Bewirtschaftung, sondern auch die Berücksichtigung der Interessen von Kindern und die Speicherung und Nutzung von Regenwasser.

Teilnahme auch ohne

Vereinsmitgliedschaft

Auch Hobbygärtner, die nicht Mitglied in einem Gartenbauverein sind, können sich anmelden und teilnehmen. Allen Teilnehmern winken zumindest ein Buchgeschenk und ein einjähriges Abo der Gartenzeitung des Verbandes.

„Was hier geleistet wird, ist unglaublich! Davon profitieren nicht nur die Gartenbesitzer selbst: von dieser Kreativität profitiert auch die Allgemeinheit in Form attraktiver Ortsbilder“, hebt Kreisvorsitzender Christoph Rehlinger den Wert der Hausgärten und des Wettbewerbs hervor. Dabei sei es nicht nur die Generation jenseits der 50, die ihre Liebe zur Gartengestaltung entdeckt.

Seit einigen Jahren zeigt sich ein Trend, den vor allem die Naturschützer innerhalb der Obst- und Gartenbauvereine mit Wohlwollen sehen: Sie zeigen naturnahe Gärten vor, in welchem zwischen Beerensträuchern, Blumenrabatten, Gemüsebeeten und Bäumen jede Menge Wildkräuter eine Chance haben, und diejenigen, denen eine größere Grünfläche zur Verfügung steht, lassen Gräsern und Wildblumen und damit auch Insekten dadurch eine Chance, dass erst nach dem Samenauswurf im Juni die erste Mahd erfolgt. Der Anteil an „Schottergärten“ hält sich nach der ersten Euphorie zurück – viele haben erkannt, dass diese mehr Arbeit verursachen als zunächst vermutet, und aus Gründen des Naturschutzes sind sie ohnehin zu vermeiden.

Teilnahmefrist

endet am 30. Juni

Meldungen zur Teilnahme am Wettbewerb 2021 sind möglich bis 30. Juni an den Geschäftsführer des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine, Karl Heinz Schmitt, Tel. (0 68 68) 13 75, oder bei der stellvertretenden Vorsitzenden Rosi Günther-Arand, Tel. (0 68 35) 61 76; beim Vorstandsmitglied Sabrina Weiher, Tel. (0 68 72) 9 21 97 79; per Mail: ogvs-gruenerkreis@web.de. Mitglieder der Jury sind weiterhin Barbara Braun (Büschfeld) und Vorsitzender Christoph Rehlinger (Merzig).red./tt

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