„Willkommenspreis“ verliehen

Erfolgreiche Integrationsarbeit saarländischer Vereine und Initiativen

SCHMELZ Sozialministerin Monika Bachmann ehrt mit dem „Willkommenspreis“ erfolgreiche Integrationsarbeit saarländischer Vereine und Initiativen

Sozialministerin Monika Bachmann hat mit dem „Willkommenspreis“ sechs saarländische Vereine und Initiativen für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement bei der Integration von Flüchtlingen ausgezeichnet.

„Unser Willkommenspreis, der als deutliches Zeichen und Symbol für die Willkommenskultur im Saarland steht, hat mit der seit 2014 deutlich angestiegenen Aufnahme von Asylsuchenden und Flüchtlingen zunehmende Bedeutung erlangt. Mit diesem Preis möchte die Landesregierung den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Saarland für ihr außergewöhnliches Engagement Danke sagen“, so die Ministerin.

Den ersten Preis hat der Fußballverein Blau-Weiß Gonnesweiler für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement bei der Integration von Flüchtlingen erhalten. Neben der Erstversorgung eröffnet der Verein vielfältige Orientierungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Der Verein bietet Begleitpersonen für Behördengänge, Sprachkurse und Bildungsveranstaltungen an. Darüber hinaus wurden der Organisationsstruktur des Vereins die Ehrenamts- und Integrationsbeauftragten hinzugefügt. Besonders die Unterstützung von weiblichen Flüchtlingen bei der Jobsuche sowie Maßnahmen zur Identitätsfindung zeichnet die Integrationsarbeit des FV Blau-Weiß Gonnesweiler aus. So erhielt der Verein in den vergangenen zwei Jahren Zuspruch von bis zu 200 syrischen Flüchtlingen, 50 sind in den Verein integriert, 20 davon mittlerweile Mitglied. „Der Fußballverein Blau-Weiß Gonnesweiler ist ein herausragendes Beispiel dafür, dass aktive Integrationsarbeit nicht nur den Flüchtlingen hilft, sondern auch die Zukunft unserer Vereine positiv beeinflussen kann“, so die Ministerin.

Mit dem zweiten Preis wurden insgesamt vier Initiativen im Saarland ausgezeichnet:

Die Initiative „Grenzenlos Miteinander“ aus Rehlingen-Siersburg unterstützt Flüchtlinge bei Sprachkursen, der Wohnungssuche, versorgt sie mit Kleidung und stellt deren Mobilität sicher.

Die Initiative „Netzwerk Ankommen in Altenkessel“ hat sich durch die Betreuung und Einleitung erster Integrationsschritte, vornehmlich durch Familienpaten, Ärzte und Sprachmittler sowie Dolmetscher, verdient gemacht.

Der VdK – Ortsverband Besch integriert die Bevölkerung in die Arbeit mit Flüchtlingen. So sensibilisiert der Ortsverband die Bürger für die Probleme der Flüchtlinge und motiviert sie, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Darüber hinaus hat der Deutsch-Syrische Freundschaftsverein aus Schmelz den zweiten Preis erhalten. Der Verein widmet sich der Förderung von Toleranz auf allen Gebieten der Kultur- und der Völkerverständigung. Ebenso unterstützt er, in Kooperation mit anderen betreuenden Organisationen, den Abbau von Vorurteilen und fremdenfeindlichen Tendenzen und betreut die Integration von Flüchtlingen vor Ort.

Erstmals wurde auch ein Sonderpreis verliehen, der an Saarkult e. V. „Saarländisches Frauen Kulturnetzwerk“ in Homburg ging. Saarkult widmet sich vor allem der Integration von Flüchtlingen mit besonderen Flucht- und Kriegserfahrungen.

Die Ehrenamtlichen organisieren verschiedene Veranstaltungen zum kulturellen Austausch und bieten Sprachkurse für Flüchtlinge an. Ziel des Vereins ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, der Schutz von Ehe und Familie sowie Hilfen für bedürftige Menschen, die auf kulturellen und sozialen Gebieten Unterstützung benötigen.

„Durch diese individuellen und bedarfsorientierten Hilfen, die der „Willkommenspreis“ würdigt, ergänzen die Vereine und Initiativen die staatlichen Angebote und leisten einen bedeutenden Beitrag zur Integrationsinfrastruktur im Saarland. Dieses gesellschaftliche und ehrenamtliche Engagement ist ein Aushängeschild für das Saarland. Ich freue mich, dass hier so viele Vereine und Initiativen aktiv das Miteinander verschiedener Kulturen fördern und so Ausgrenzung und Fremdenhass entgegenwirken“, so Sozialministerin Monika Bachmann. red./mk

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