WFUS-Beratungsstammtisch

Informationen für kleine und mittlere Unternehmen am 25. Oktober im Alten Zollhaus in Schmelz

SCHMELZ „Wettbewerbsfähigkeit sichern, Förderungen nutzen“ – unter diesem Motto hatte die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Untere Saar mbH (WFUS) im Rathaus in Rehlingen-Siersburg zu ihrem ersten Beratungsstammtisch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eingeladen. Rund 20 Interessierte sind der Einladung gefolgt. Bereits am Mittwoch, 25. Oktober, findet der nächste Stammtisch im Alten Zollhaus Schmelz statt.

„Wir wollen mit diesem neuen Service-Angebot speziell kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch Selbständigen und Freiberuflern, vorhandene Förderprogramme und Beratungsstellen im Land und im Landkreis näher bringen“, so WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl, der die Gäste gemeinsam mit Günter Heitz, Vorsitzender des Gewerbeverbandes Rehlingen-Siersburg (VHHG), und Gerd Berwanger, stellvertretender Vorsitzender des Dillinger Gewerbeverbandes (VHIH), begrüßte.

Im direkten Dialog mit Experten wurde den Zuhörern Fragen wie „Was wird gefördert?“, „Wer ist förderberechtigt?“ und „Wie kann die Förderung in Anspruch genommen werden?“ beantwortet. Dabei wurde auf die vorhandenen Beratungs-, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten hingewiesen, die gerade durch die kleinen Betriebe oft nicht in Anspruch genommen werden. Ob Gründung, Übernahme, Wachstum oder Weiterbildung – die Angebote und entsprechenden Beratungsstellen sind häufig nicht bekannt oder werden von den Nutzungsberechtigten in ihrem bürokratischen Aufwand als zu unübersichtlich und damit als zu unpraktikabel empfunden. „Das wollen wir ändern helfen!“, so Pohl.

Zu diesem Zweck hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Gast-Experten zum Beratungsstammtisch eingeladen. Berthold Wiesen stellte zunächst die Unterstützungsmöglichkeiten der Wirtschaftssenioren bei der Nachfolgeplanung bzw. Existenzgründung für die KMU dar. Die Zuhörer konnten ihre bisherigen Erfahrungen sowie Wünsche in Bezug auf Unterstützung bei den Fördermöglichkeiten äußern. Schnell wurde klar: Kleine Betriebe sind oft überfordert, zielgerichtete Zugangswege zu Beratungsstellen zu finden und die große Anzahl an Fördermöglichkeiten zu überblicken. Außerdem fehlt der betrieblichen Nachfolgeplanung oder bei der Förderung und Ausbildung eines potenziell geeigneten Nachfolgers aus dem eigenen Betrieb heraus oft eine praxisbezogene Unterstützung vor Ort. Und: Förderprogramme und Zugangswege sind selbst bei Steuerberater und Rechtsanwälten oft nicht genügend bekannt.

Romy Preukschat (FITT gGmbH) erläuterte das unbürokratische Verfahren im Förderprogramm „Kompetenz durch Weiterbildung (KDW)“. Kleine und mittlere Unternehmen können hier bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten für ihre Beschäftigten erstattet bekommen – pro Mitarbeiter und Maßnahme bis zu 2000 Euro. Darüber hinaus erhalten sie eine kostenlose Weiterbildungsberatung aus Fördermitteln des Landes. Heiko Breit vom ISO-Institut Saarbrücken sowie Berater Günter Waschbusch konnten anhand konkreter Praxisbeispiele verdeutlichen, wie effizient eine solche Beratung gerade für KMU sein kann.

Anschließend stellte Michael König von der Koordinierungsstelle Soziale Kommunalentwicklung beim Landkreis Saarlouis das Förderangebot des neuen Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) an einem konkreten Rechenbeispiel aus der Praxis vor.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft bietet allen Interessierten die Möglichkeit einer individuellen, zielgerichteten Beratung in der Geschäftsstelle am Großen Markt in Saarlouis. Anmeldung unter Tel. (06831) 5031912 oder per Mail an wfus@kreis-saarlouis.de.red./mk

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