Werner-Zimmer-Friedenskette

Zwei weitere Trikots für die mittlerweile über 1,5 Kilometer lange Kette aus Fußballtrikots

LEBACH/ WIESBACH Sport verbindet – im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Kette aus Sporttrikots bis nach Italien soll gerade in Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und Hass ein Zeichen für den Zusammenhalt der Menschen setzen. So die Idee der „Werner-Zimmer-Friedenskette“, die Giacomo Santalucia gemeinsam mit Hörfunk- und Fernsehmoderator Werner Zimmer entwickelt hat und die der Präsident des Deutsch-Italienischen Bildungs- und Kulturinstituts nach dem Tod von Werner Zimmer in seinem Sinne realisiert hat.

Von der Kreisliga bis zur Oberliga haben sich mittlerweile fast alle Fußballvereine im Saarland, sowie viele Prominente, Institutionen, Firmen und Verbände an der Aktion beteiligt. Sie haben ihr Trikot unterschrieben und an die vorhandene Trikotkette geknotet. So sind mittlerweile über 350 Trikots zu einer über 1,5 Kilometer langen Friedenskette zusammengebunden worden.

„Nach einer kreativen Pause, werden wir wieder mit Elan den Schritt aus dem Saarland hinein in die anderen Bundesländer wagen“, so Initiator Giacomo Santalucia anlässlich der letzten Saarland-Aktion in der Region in Lebach.

In einem symbolischen Akt banden die beiden Vorstandsvorsitzenden der levoBank in Lebach, Andreas Bastuck und Frank Buchheit zusammen mit der Leiterin der Grundschule St. Michael Lebach, Irmgard Kiefer und den Schülerinnen und Schüler, ihre Trikots an die zuletzt unterschriebenen 25 Trikots an. Natürlich war dies auch verbunden mit einer Spende von der levoBank.

Andreas Bastuck kennt in seiner Funktion als Vorstand des Fußballvereins Hertha Wiesbach die Aktion und fand deshalb, dass eine Friedensaktion mit solch einer Symbolik auch für die levoBank in Lebach angebracht wäre, da man hier ein internationales Klientel betreue.

14 Nationen in einer Klasse

Für die Schulleiterin der Lebacher St. Michael Schule, Irmgard Kieder, beginnt der Frieden schon bei den Kleinen. „Wenn man bedenkt, dass über 14 Nationen gleichzeitig in einer Klasse unterrichtet werden und diese aus Nationen stammen, die zuhause im Krieg miteinander sind, dann kommt so eine Aktion zur rechten Zeit“.

Santalucia erklärte, dass man in einem offiziellen Akt die Aktion von der Staatskanzlei in Saarbrücken aus nach Berlin zu den Ländervertretungen transportieren wolle. Trotzdem werde es auch im Saarland noch weitere Friedensaktionen geben, da auch von den Ministerien wichtige Anregungen gekommen seien. mk

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