Walk for freedom

Gemeinsam gegen Menschenhandel

SAARBRÜCKEN Dem weltweiten Aufruf, beim „Walk for Freedom“ ein Zeichen gegen Menschenhandel zu setzen, folgen am Samstag, 14. Oktober, auch Menschen aus Saarbrücken und der Region.

Moderne Sklaverei und Zwangsprostitution gibt es auch in Deutschland, nicht nur in fernen Ländern. Für die Freiheit anderer laufen, das ist das Ziel des Walk for Freedom. Die weltweit agierende Organisation A21 ruft dazu auf. Veranstalter in hunderten Städten in erstmalig 50 Ländern beteiligen sich an dem Aktionstag. „Wir wollen auf die über 27 Millionen Männer, Frauen und Kinder aufmerksam machen, die heutzutage noch in Sklaverei gefangen sind“, erklärt Anna Zapka, Veranstaltungsleiterin des Walk for Freedom in Saarbrücken und Mitarbeiterin des Mutmacher e.V. in Saarbrücken.

Moderne Sklaverei beschränkt sich nicht auf die Dritte Welt. Bei uns wird sie meistens zur sexuellen Ausbeutung betrieben. Deutschland nimmt dabei einen Spitzenplatz in Europa ein. 50 bis 90 Prozent der Prostituierten sind Opfer von Menschenhandel und Sklaverei. In Saarbrücken leben etwa 1000 Frauen von Prostitution, genauso viele wie in der Millionenstadt München, teilt der Veranstalter mit.

Was den Walk For Freedom besonders macht, ist die lange Reihe schwarz gekleideter, schweigender Teilnehmer. Sie repräsentieren die Opfer von Menschenhandel, die keine eigene Stimme haben. Während diese Schlange durch die Innenstadt zieht, verteilt ein Helferteam Informationen an Passanten.

Treffpunkt ist ab 13.30 Uhr vor der Europagalerie in Saarbrücken. Anmeldung und Infos unter www.a21.org/saarbrcken-de Dresscode: schwarze Kleidung.

Infos zum Walk (auf Englisch): www.a21.org/walk. red./sh

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