Von Pazifismus und und der Liebe

Spannende Vorträge beim Historischen Verein im Jahr 2018

ZWEIBRÜCKEN In seinem Bestreben, Geschichte für jeden erfahrbar zu machen, will der Historische Verein Zweibrücken seine in dieser Richtung bisher erfolgreiche Arbeit auch unter der neuen Vereinsführung fortsetzen. Davon zeugt das Jahresprogramm des Vereins für 2018, das der neue erste Vorsitzende, Max Krumbach, vorgelegt hat.

Wieder umfasst es neun Vortragsabende, einen Ausstellungsbesuch, die Begegnung im Advent und zwei Tagesexkursionen. Nicht mehr im Veranstaltungsprogramm findet sich die Mehrtagefahrt im Herbst.

1. Vortrag am 24. Januar

Den ersten Vortrag führt der Veranstaltungskalender für 24. Januar auf. Unter dem Titel „Nach Schweden der Liebe wegen“ wird Andreas Kappelmayer über das Leben und das Schicksal von Johann Casimir von Pfalz-Zweibrückern-Kleeburg berichten, der Katharina Wasa heiratete, die Schwester des schwedischen Königs König Gustav Adolf.

Am 7. Februar folgt die Jahreshauptversammlung des Vereins, der sich ein Vortrag von Karlheinz Lipp anschließt, der über „Pazifismus in der Pfalz vor und während des Ersten Weltkriegs“ spricht. „Die ungewöhnliche Ehe der Lieselotte von der Pfalz“ lautet das Vortragsthema am 14.März mit Christian Könne am Rednerpult.

Um die Edition von Carl Pöhlmanns Regesten des Mauchenheimer’schen Kopialbuchs geht es in dem Vortrag von Markus Bauer am 25. April, überschrieben „Ein neues Buch über alte Urkunden“. Am 16. Mai wird Gertrud Schanné-Raab einen Vortrag halten, der ein trübes und trauriges Kapitel behandelt, nämlich „Zwangsarbeiter in Zweibrücken während des Zweiten Weltkriegs“. Man darf gespannt auf die Erkenntnisse sein, die die Referentin bei ihren mühsamen Forschungen gewonnen hat.

„Vor 200 Jahren: Die Union der evangelischen Kirchen der Pfalz“ heißt der Vortrag, den der emeritierte Pfarrer und Kirchenhistoriker Bernhard H. Bonkhoff am 13. Juni zum Unions-Jubiläum halten wird.

Tschifflik-Tagebuch

Wie der Adel zur Herzogszeit in der Fasanerie kurte, geht aus dem „Tschifflik-Tagebuch“ hervor, das Richard B. Hudlet beim Vortragsabend am 18. Juli aufschlägt.

Die Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Roswitha Chéret, steht am 12. September am Rednerpult, wenn deutsche Architektur in Elsaß-Lothringen zur Kaiserzeit, das heißt von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg, Thema des Abends ist. Überschrieben ist er „Als der deutsche Kaiser in Metz baute…“.

Ein noch nie behandeltes, aber bedeutendes Kapitel unserer Kulturgeschichte wird am 17. Oktober von Bernhard H. Gerlach aufgegriffen, wenn er über „Das Erbe jüdischer Kultur im Südwesten“ referiert.

„Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ ist der Titel einer Anne-Frank-Ausstellung, die im späten Herbst im Zweibrücker Stadtmuseum gezeigt wird. Die Leiterin des Stadtmuseums, Charlotte Glück, führt den Historischen Verein am 21. November in dieser Ausstellung. Am 5. Dezember klingt die Jahresarbeit mit der traditionellen Begegnung im Advent aus, zu der man sich im nächsten Jahr in der historischen Zwingli-Kirche im Stadtteil Niederauerbach trifft. Sie wurde in den 1780er Jahren gebaut, ihr Turm allerdings stammt aus dem Mittelalter.

Die erste Exkursion im nächsten Jahr begibt sich auf die Spuren der bekannten pfälzischen Industriellenfamilie Gienanth. Geleitet von Dieter Franck wird sie die frühindustrielle Entwicklung in der Nordpfalz erhellen. Zu „Besonderheiten im Krummen Elsaß“ führt Ulrike Radunz bei der zweiten Exkursion am 2. Juni.red./dos

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